26.04.2010, 15:29 Uhr | dpa
Der Fall des 38-jährigen Angeklagten erregte bundesweit Aufsehen (Foto: dpa)
Ein Kinderschänder aus Mayen in der Eifel ist vom Landgericht Trier zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich der 38-Jährige jahrelang an minderjährigen Jungen vergangen hatte. Zudem ordnete das Gericht Sicherungsverwahrung an.
Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, weil der Turnlehrer seinen Missbrauch teilweise gefilmt hat und Videos später im Internet aufgetaucht waren. Im August 2009 hatte sich der gebürtige Leipziger in Bayern der Polizei gestellt, nachdem das Bundeskriminalamt mit Film-Ausschnitten im Fernsehen nach ihm gefahndet hatte.
Der wegen Besitzes von Kinderpornos vorbestrafte 38-Jährige hatte zu Prozessbeginn Anfang Januar die Taten gestanden. Alles tue ihm "unwahrscheinlich leid". Warum er sich an den Jungen vergriffen habe, wisse er selber nicht. Seine Opfer hatte er als Trainer in mehreren Turnvereinen und bei der Freiwilligen Feuerwehr kennengelernt.
Die Staatsanwaltschaft und die beiden Opferanwälte hatten elf Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung für den Mann gefordert, der zuletzt als Saisonkellner arbeitete. Die Verteidigung plädierte auf sieben Jahre und neun Monate Gefängnis sowie einer Sicherungsverwahrung unter Vorbehalt.
Quelle: dpa
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