16.06.2011, 14:45 Uhr
Die Kinder sind nach dem Verzehr von Tiefkühl-Fleisch von Lidl erkrankt (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Sechs Kinder sind in Nordfrankreich an einer schweren E-Coli-Infektion erkrankt, nachdem sie Hacksteaks von der Supermarktkette Lidl gegessen hatten. Die Konzernleitung in Frankreich betonte jedoch, dass es noch nicht erwiesen sei, ob die Krankheit wirklich durch die Hacksteaks ausgelöst wurde. Dennoch wurde eine Rückrufaktion eingeleitet. In Deutschland wurde das Tiefkühl-Fleisch der Marke "Steaks Country" nach Angaben von Lidl nicht verkauft.
Der im nordostfranzösischen Saint-Dizier ansässige Fleischproduzent SEB relativierte derweil frühere Angaben, wonach das verdächtige Fleisch aus Deutschland kam. Die Tiere seien sowohl aus Deutschland als auch aus Belgien und den Niederlanden angeliefert worden, sagte SEB-Chef Guy Lamorlette.
Die Kinder, von denen das jüngste gut anderthalb Jahre alt ist, liegen seit Mittwoch mit einer E-Coli-Infektion im Krankenhaus. Drei von ihnen bekommen wegen Nierenproblemen eine Dialyse, in Lebensgefahr schwebt aber laut den Gesundheitsbehörden keines.
Die französischen Behörden gehen davon aus, dass die Erkrankung nichts mit dem EHEC-Keim zu tun hat, an dem in Deutschland mehr als 30 Menschen gestorben sind. Die kleinen Patienten leiden jedoch wie auch die an EHEC Erkrankten in Deutschland an starkem, blutigem Durchfall.
Quelle: dpa , AFP
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