Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland >

Kinder mit Migrationshintergrund seltener in Kitas

...

Kinder mit Migrationshintergrund seltener in Kitas

02.02.2012, 08:54 Uhr

Kinder ohne Migrationshintergrund werden häufiger in Kindergärten betreut.

Kinder ohne Migrationshintergrund werden häufiger in Kindergärten betreut. (Quelle: dpa)

Wiesbaden/Berlin (dpa) - Eltern mit ausländischen Wurzeln betreuen ihre kleinen Kinder wesentlich häufiger ausschließlich zu Hause als Eltern ohne Migrationshintergrund.

Im vergangenen Jahr seien in Deutschland 14 Prozent der Ein- und Zweijährigen mit mindestens einem Elternteil ausländischer Herkunft in einer Kita oder von Tageseltern betreut worden, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Bei den gleichaltrigen Kindern ohne Migrationshintergrund lag der Anteil bei 30 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch. In beiden Gruppen stieg die Quote binnen eines Jahres leicht um zwei Prozentpunkte.

Auch bei den Drei- bis Fünfjährigen war der Anteil der Kinder ausländischer Herkuft in Kitas oder anderer externer Tagesbetreuung mit 85 Prozent deutlich niedriger als der bei Kindern ohne Migrationshintergrund, von denen 97 Prozent Kitas besuchten oder von Tageseltern betreut wurden. Hier hat sich die Betreuungsquote während der vergangenen beiden Jahre kaum verändert.

Der Ausbau der Kindertageseinrichtungen müsse konsequent vorangetrieben werden, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) laut Mitteilung. Bis zum Sommer 2013 müsse der Bedarf gedeckt werden, denn dann gelte der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für die Ein- und Zweijährigen. "Je früher Max und Ali miteinander im Sandkasten spielen, umso besser für die Integration und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt", sagte Schröder.

Der Vorsitzende des AWO-Bundesverbandes, Wolfgang Stadler, sieht das Kernproblem in der Finanzierung. "Gerade die klammen Kommunen haben oft kaum Mittel, um in die notwendige Förderung der Kinder zu investieren. Bund, Länder und Kommunen müssen an einen Tisch, damit alle Kinder die gleichen Bildungschancen bekommen, denn Bildung verhindert Armut", sagte Stadler laut Mitteilung.

Die Grünen finden unter anderem die Betreuungskosten für die Eltern problematisch. "Wir brauchen massive Investitionen in die Kita-Qualität und perspektivisch die Abschaffung der Kita-Gebühren", sagte Memet Kilic, Sprecher für Migrations- und Integrationspolitik, laut Mitteilung. "In den ersten Lebensjahren werden wichtige Weichen für Kinder gestellt." Das geplante Betreuungsgeld werde aber verhindern, dass mehr Eltern ihre Kinder in Kitas schicken.

Auch die SPD ist gegen das Betreuungsgeld: "Das Ziel kann nicht sein, Kinder von den Betreuungsangeboten fernzuhalten. Wir müssen Hürden abbauen, die gerade Familien mit Migrationshintergrund noch davon abhalten, ihre Kinder in Kitas zu bringen", sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzenden Manuela Schwesig laut Mitteilung.

Wenn der Bundestag im Frühjahr zustimmt, soll das Betreuungsgeld 2013 eingeführt werden. Es ist für Eltern von Kindern unter drei Jahren gedacht, die ihren Nachwuchs zu Hause betreuen.


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Kinder mit Migrationshintergrund seltener in Kitas" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Kinder mit Migrationshintergrund seltener in Kitas" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (15)

zum Forum

Thema: "Kinder mit Migrationshintergrund seltener in Kitas"

Helene schrieb: am 2. Februar 2012 um 16:45:56
(18) (3) Lieber das Geld nach Griechenland
Mein Mann und ich sind beide berufstätig. Wir haben Zwillinge von aktuell 15 Monaten. Einen Kita-Platz
für beide haben wir n u r durch Beziehungen und durch eine Spende (?!) bekommen. Monatlich bezahlen wir für die Kitaplätze knapp 900 Euro. Könne Sie sich dann vorstellen dass es mir sch...egal ist wer seine Kinder zu Hause erzieht oder nicht? Egal ob Grün, Rot oder schwarz regiert, es sind alles Gauner die nichts zu Stande bringen. Lieber das Geld nach Griechenland.
mehr Kommentar melden

Liss schrieb: am 2. Februar 2012 um 16:23:43
(12) (7) hallöchen
....und meinen erwachsenen Töchtern hat die Kita auch nicht geschadet, im Gegenteil, aus meinen Damen ist etwas geworden. Das
Wort RABENMUTTER gibts übrigens nur im Deutschen; in keinem anderen Land werden Mütter derart stigmatisiert wie hier, entweder sind sie faul wenn das Kind ab 2 oder 3 Jahren bei anderen Kindern ist (dann liegen sie Mann oder Staat auf der Tasche) oder sie sind Rabenmütter die arbeiten gehen statt sich um die Fam zu kümmern - irgendwie kann frau es eh keinem recht machen.
mehr Kommentar melden

Liss schrieb: am 2. Februar 2012 um 16:19:51
(19) (7) aber hallo!
hier geht es aber nicht um die Freizeit fauler Mütter, sondern um die Zukunft von Kindern. Manchen Kindern, die in die 1. Klasse
kommen und nicht mal richtig deutsch sprechen können, würde die Kita wirklich nicht schaden. Auch halbtags nicht. Aber zuhause hat die Fam die Kinder wohl besser unter Kontrolle, man sieht ja, was dann dabei heraus kommt, Machos, Ehrenmorde, Einstelllungen, die ins Mittelalter gehören.
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige