19.12.2011, 10:49 Uhr
Laut staatlichen Medien verstarb der 69-Jährige während einer Zugfahrt.
Der nordkoreanische Militärmachthaber Kim Jong Il ist tot. Kim sei an Folge "körperlicher Ermüdung" während einer Fahrt in seinem gepanzerten Privatzug am Samstag gestorben. Das berichteten am Montag die staatlichen Medien des kommunistischen Landes.
Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, der Staatschef sei nach einem "großen mentalen und physischen Leiden dahingeschieden" - Kim Jong Il starb wahrscheinlich an einem Herzinfarkt. Er sei außerhalb der Hauptstadt Pjöngjang in einem Zug verstorben, als er sich auf einer "intensiven Feldinspektion" befunden habe.
Die Staatsmedien des autoritär geführten Landes berichteten von Szenen "unbeschreiblicher Trauer". Die Menschen "versuchen nicht einmal, die Tränen fortzuwischen, und ringen mit Schmerz und Verzweiflung angesichts des Verlusts", schrieb KCNA .
Nordkoreas Staatsfernsehen zeigte Mitglieder der regierenden Kommunistischen Partei, die schluchzten und schrien. "Ich kann es nicht fassen. Wie konnte er so gehen? Was sollen wir jetzt machen?", fragte ein Parteimitglied. "Er versuchte so sehr, unser Leben besser zu machen und ist einfach gegangen", sagte ein anderes.
Kim, der nach dem Tod seines Vaters und "ewigen Präsidenten" Kim Il Sung 1994 die Macht übernommen hatte und das Land mit eiserner Faust regierte, war nach offiziellen Angaben 69 Jahre alt. Er galt nach einem vermuteten Schlaganfall 2008 als gesundheitlich angeschlagen. Die Trauerfeierlichkeiten sind für diesen Mittwoch in Pjöngjang angekündigt. Zum Nachfolger wurde sein Sohn Kim Jong Un bestimmt, berichtete die Agentur KCNA.
Kim hatte zuletzt die Übertragung der Macht auf seinen jüngsten Sohn Kim Jong Un vorangetrieben. Der Sohn, der erst Ende Zwanzig sein soll, war im September 2010 in die erweiterte Führungsriege der Arbeiterpartei aufgenommen worden. Kim Jong Il hatte ihn damit praktisch zum Nachfolger ernannt.
Das Nachbarland Südkorea versetzte unterdessen seine Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft. Die Aktivitäten der nordkoreanischen Volksarmee entlang der innerkoreanischen Grenze seien verstärkt worden, teilte der Generalstab in Seoul mit.
Südkoreas Präsident Lee Myung Bak rief seine Landsleute zur Ruhe auf. Der Staatschef bitte die Menschen, "ohne Unruhe ihren gewohnten Geschäften nachzugehen", sagte ein Vertreter des südkoreanischen Präsidialamtes am Montag im Fernsehen.
Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich seit dem Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes im März 2010 und dem Beschuss einer zu Südkorea gehörenden Insel im November desselben Jahres spürbar verschärft. Beide Staaten befinden sich völkerrechtlich seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) noch im Kriegszustand.
Japan kondolierte, berief aber in Reaktion auf den Tod des nordkoreanischen Militärmachthabers seinen Sicherheitsrat ein. Ministerpräsident Yoshihiko Noda wies das Verteidigungsministerium und andere Regierungsstellen an, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Japan stehe mit seiner Schutzmacht USA sowie China und Südkorea bereits in engem Kontakt, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete.
An der asiatischen Leitbörse in Tokio gaben die Kurse nach. Japan verfolge auch genau die Reaktion an den Finanzmärkten, hieß es weiter.
US-Präsident Barack Obama wurde am späten Sonntagabend (Ortszeit) vom Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il unterrichtet. "Der Präsident wurde informiert und wir stehen im engen Kontakt mit unseren Verbündeten in Südkorea und Japan", heißt es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Die USA engagierten sich weiterhin für Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und "für Freiheit und Sicherheit unserer Verbündeten".
Nur zwei Stunden nachdem die Nachricht vom Tod Kim Jong Ils verbreitet wurde, besprach sich Südkoreas Präsident Lee bereits mit US-Präsident Barack Obama. Beide Politiker hätten vereinbart, eng zusammenzuarbeiten und die Lage in Nordkorea genau zu beobachten, hieß es.
Derweil riefen die nordkoreanischen Staatsmedien seinen Kims Kim Jong Un unmittelbar zum "großen Nachfolger" aus: "An der Spitze der koreanischen Revolution steht nun Kim Jong Un, großer Nachfolger der revolutionären Juche-(Ideologie) und herausragender Führer von Partei, Armee und Volk", meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Juche ist die offizielle Ideologie Nordkoreas und bedeutet so viel wie Autarkie oder Selbstständigkeit.
"Kim Jong Uns Führung garantiert die glaubwürdige Fortführung über die kommenden Generationen bis zur Vollendung der revolutionären Juche(-Ideologie), die einst Kim Il Sung begann und die Kim Jong Il zum Sieg führte", hieß es in dem Bericht weiter. Die Nachrichtenagentur rief alle Parteimitglieder, Beamten und Bürger auf, der Führung des neuen Staatschefs treu zu folgen. Kim Jong Un, der Ende zwanzig sein soll, war von seinem Vater in den vergangenen Jahren als sein Nachfolger aufgebaut worden.
Quelle: AFP , dpa
lotus schrieb:
am 19. Dezember 2011 um 09:27:58
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gepanzerter Zug
Ob er sich jemals gefragt hat, warum er einen gepanzerten Zug braucht um in der Gegend rumzufahren. Obwohl - andernorts gibt
es auch gepanzerte Verkehrsmittel. Vor wem müssen sich Volksvertreter -hier wie sonst wo auf der Welt- schützen? Vor dem eigenen Volk ? Seltsam. Wie auch immer - heute ist ein Tag der Freude !
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Georg schrieb:
am 19. Dezember 2011 um 09:26:10
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Aha
@Dieter
Du hast das Amen vergessen.
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Otto schrieb:
am 19. Dezember 2011 um 09:22:39
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Kim
Das hat mit Demokratie wenig zu tun,nur hier liest man zu 90% ferngesteuertes.Nordkorea ist nicht der Menschenfeind wie vom Westen
erfolgreich wie man hier sieht ,unters Volk gebracht hat.Sie haben keine Kriege geführt wegen Öl oder sonstigen Rohstoffen oder Machtansprüchen.@Dirk,Ihr wissen und Denken ist unterste Schublade,eben vom Westen ferngesteuert.Das war auch zu Beginn des Irakkrieges.Man hat hier nur schlechtes lesen können,als aber bekannt wurde,das die Amis gelogen hatten,wurde es ruh.
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