30.12.2011, 11:46 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Kiew (dpa) - Sieben Jahre nach der prowestlichen Orangenen Revolution hat der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch den Feiertag zu Ehren des demokratischen Protests abgeschafft.
Statt am 22. November den "Tag der Freiheit" zu feiern, begeht die Ex-Sowjetrepublik künftig am 22. Januar den "Tag der orthodoxen Einigkeit und Freiheit", wie das Präsidentenamt am Freitag mitteilte. Am Freitag wurde Janukowitschs schärfste Rivalin, die verurteilte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko, in ihre endgültige Haftanstalt verlegt.
Mit der Orangenen Revolution hatte das Volk 2004 gegen Fälschungen bei der Präsidentenwahl demonstriert, nachdem der damalige Regierungschef Janukowitsch zum Sieger erklärt worden war. Timoschenko hatte damals die Proteste angeführt.
"Nur eine orthodoxe, unabhängige und freie Ukraine kann der Gemeinschaft wohlhabender Staaten als gleichberechtigter Partner und möglicher Führer der mittel-osteuropäischen Region beitreten", hieß es nach Medienberichten in dem Erlass. Die orthodoxe Kirche gewinnt 20 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion immer mehr an Bedeutung in der Ukraine.
Der neue Feiertag erinnert an den 22. Januar 1919, als sich die Ukrainische Volksrepublik und die West-Ukrainische Volksrepublik zu einem Nationalstaat zusammenschlossen, der allerdings nur knapp vier Jahre Bestand hatte.
Quelle: dpa
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