09.02.2010, 23:20 Uhr
Das Wrack liegt in acht Metern Tiefe in der Kieler Förde (Foto: dpa)Archäologen haben bei Strande am Eingang der Kieler Bucht ein schwedisches Kriegsschiff entdeckt, das vor 295 Jahren gesunken ist. Taucher hatte das große Wrack bereits 2008 gefunden, jetzt konnten Wissenschaftler des Archäologischen Landesamtes in Schleswig nachweisen, dass es sich um das 1715 versenkte Schiff "Prinsessan Hedvig Sophia" handelt.
Das 47 Meter lange Kriegsschiff sank im Großen Nordischen Krieg nach einer Schlacht zwischen Dänen und Schweden am 25. April 1715. Der dänische Verband war überlegen, der schwedische Admiral befahl, die eigenen Schiffe zu zerstören, damit sie den Dänen nicht in die Hände fielen. Den Dänen gelang es jedoch durch eine Kriegslist, die meisten schwedischen Schiffe vor ihrer endgültigen Zerstörung zu erobern. Nur das schwedische Flaggschiff, die "Prinsessan Hedvig Sophia", war so schwer beschädigt, dass alle Versuche scheiterten, es zu retten. Der Großsegler wurde daher aufgegeben, und die Reste dem Meer überlassen. Viele Forscher hatten vergeblich nach ihm gesucht.
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Quelle: dpa
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