12.12.2011, 15:06 Uhr
Guttenberg nach seinem Auftritt an der Seite von EU-Kommissarin Neelie Kroes in Brüssel (Quelle: dpa)
Der von Internetaktivisten als Abschreiber enttarnte Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist offiziell zum neuen Berater der EU-Kommission ernannt worden. Thema des Freiherrn: die Freiheit im Internet.
Das teilte die für digitale Fragen zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes am Montag in Brüssel mit. Sie habe Guttenberg als Berater in der Frage hinzugezogen, wie Internetnutzer, Blogger und Cyberaktivisten in autoritär und repressiv regierten Ländern auf Dauer unterstützt werden können.
Diese Ernennung sei "Schlüsselelement" einer neuen Strategie, mit der sich die EU für Menschenrechte und Freiheit im Internet einsetze, erklärte Kroes in einer Pressekonferenz an der Seite des ehemaligen CSU-Politstars. Guttenberg werde "Verbindung zu Mitgliedsstaaten, Drittländern und Nichtregierungsorganisationen aufnehmen, die sich in diesem Bereich engagieren, und sie beraten, wie die Strategie vorangebracht werden kann".
Die Kommissarin präsentierte ihre Strategie gemeinsam mit dem 40-jährigen Guttenberg, der für die US-amerikanische Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) arbeitet. Es ist der erste rein politische Auftritt Guttenbergs in Europa seit seinem Rücktritt vor neun Monaten.
Der CSU-Politiker war gestürzt, nachdem Aktivisten im Internet auf der Webseite "Guttenplag" dokumentiert hatten, wie viele Passagen seiner Doktorarbeit abgeschrieben waren. Die Plagiatsvorwürfe hatten ihn seinen Doktortitel gekostet. Ein Verfahren wegen Urheberrechtsverletzung wurde eingestellt.
Nach Veröffentlichung seines Interview-Buchs "Vorerst gescheitert" Ende November wird in Deutschland über ein politisches Comeback Guttenbergs diskutiert. Selbst in seiner eigenen Partei, der CSU, wird Guttenberg nicht gerade mit offenen Armen empfangen.
Das Interview-Buch "Vorerst gescheitert" stürmt unterdessen die Bestsellerlisten. Der Gesprächsband, in dem Guttenberg mit "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo debattiert, stieg in der "Spiegel"-Bestsellerliste auf Platz zwei ein, teilte der Verlag Herder mit. Die erste Auflage sei komplett vergriffen und der erste Nachdruck weitgehend verkauft.
In der "Stern"-Rangliste der vergangenen Woche liegt das Buch hinter der Biografie des Apple-Gründers Steve Jobs.
Quelle: dapd , dpa
Eichenauer schrieb:
am 12. Dezember 2011 um 17:00:29
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Guttenberg
Tja da hat er doch wohl die richtige Aufgabe gefunden! Eine Doktorarbeit schreiben zum Thema "Freiheit im Internet unter
besonderer Berücksichtigung des Plagiats"
mehr
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DerSchnaufer schrieb:
am 12. Dezember 2011 um 16:59:22
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Guttenberg-EU
Nichts für ungut,aber der kämpft für die Freiheit des Netzes soviel wie die FDP für soziale Gerechtigkeit.
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elfie schrieb:
am 12. Dezember 2011 um 16:59:08
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(40)
Frisur
hauptsache er hat die Haare schön
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