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Kanada: 56-Jährige nach sieben Wochen in der Wildnis gerettet

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56-Jährige nach sieben Wochen in der Wildnis gerettet

09.05.2011, 10:57 Uhr

Eine Kanadierin hat sieben Wochen in der Wildnis überlebt. Die 56-Jährige und ihr Mann waren Mitte März auf einer abgelegenen Straße im US-Staat Nevada mit ihrem Minivan im Schlamm steckengeblieben. Am Freitag wurde Rita Chretien von Jägern gefunden. Von Ehemann Albert fehlt allerdings jede Spur.

Der 59-Jährige war wenige Tage nach der Autopanne mit einer Landkarte und einem GPS-Gerät losgezogen, um Hilfe zu finden. Suchteams durchkämmten am Wochenende die unzugängliche Bergregion. Schneefall erschwerte jedoch die Suche. Es gab kaum Hoffnung, den Mann lebend zu finden.

Zustand der Frau stabil

Der Gesundheitszustand der Frau war, trotz starken Gewichtsverlustes, stabil. Sie hatte sich von etwas Studentenfutter und Wasser ernährt. Ärzte im Nachbarstaat Idaho, wo Chretien im Krankenhaus behandelt wurde, sprachen von einem "wahren Wunder", berichtete der kanadische Sender CTV-News.

Der Sohn des Paares sagte im Hinblick auf den vermissten Vater, sie würden nun für ein weiteres Wunder beten. Seine Eltern hätten den schlechten Zustand der einsamen Waldstraße nicht richtig eingeschätzt, mutmaßte Raymond Chretien. Seine Mutter habe der Familie erzählt, dass sie wenige Tage vor der Rettung glaubte, bald sterben zu müssen.

Suche 300 Kilometer entfernt gestartet

Das Ehepaar aus der kanadischen Provinz British Columbia war nach Las Vegas im US-Staat Nevada unterwegs. Am 19. März wurden sie in Baker City (Oregon) von einer Überwachungskamera an einer Tankstelle aufgenommen, danach verlor sich ihre Spur. Die Chretiens wählten eine einsame Route durch das malerische Hinterland, um in den Nachbarstaat Nevada zu gelangen. Auf einer verlassenen Holzfällerstraße blieb das Auto stecken. Angehörige starteten Ende März eine Suche in Oregon, wo das Paar zuletzt gesehen wurde - rund 300 Kilometer von der Pannenstelle entfernt.


Quelle: dpa

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Kommentare (15)

zum Forum

Thema: "Kanada: 56-Jährige nach sieben Wochen in der Wildnis gerettet"

Ray schrieb: am 9. Mai 2011 um 13:49:47
(0) (0) verscholen
@Gustav hat schon recht. Es ist im Wald (und nicht nur) nicht so leicht sich zu orientieren. Ich war mal mit einem SUV in
Australien in RedCentre über mehrere Wochen unterwegs. Ohne ausreichende Wasservorräte und Sprit sollte man sich nicht auf solche Wege trauen. Sich nur auf seine Orientierung und ein GPS-Gerät zu verlassen ist mehr als leichtsinnig. Auch bei uns habe es erlebt, dass Forstwege ins nix verlaufen sind und habe ein paar Kilometer zurückradeln müssen.
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josef schrieb: am 9. Mai 2011 um 13:49:07
(0) (0) minette schrieb
in den dünn besiedelten Staaten wie Nevada kann man das Handy vergessen. Die funktionieren nur im Umkreis von ca. 50 km von
einer größeren Ansiedlung. Weiter weg gibt es einfach kein Netz. Ich selbst war in 2010 in Nevada und habe das selbst erlebt.Allerdings fuhr ich nur auf asphaltierten Straßen, aber selbst dort kam mir manchmal nur alle 2-3 Stunden ein Fahrzeug entgegen.In meiner Richtung habe ich kein anderes Fahrzeug gesehen
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minette schrieb: am 9. Mai 2011 um 13:26:46
(0) (0) Gustav
es ist richtig. Man kann sich auch im wesentlich kleinerem Wald verirren. Aber ich nehme an, sie hatten mind. 2 Handys um Notruf oder
Sohn (Freund) an zuruefen. Im auto kann man aufladen die Handys. 2 moderne menschen, die nach Vegas fuhren. Ich denke man kann dem sohn o. Notruf sagen, wir sind bei der Tankstelle so und so abgebogen und etwa 4 stunden einen Holzfaeller pfad gefahren. Dann wissen die Leute wie weit die ungefaehr gefahren sind. Dazu muss man nicht Einstein sein.
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