04.03.2011, 10:19 Uhr
Die Ex-Geliebte von Wettermoderator Jörg Kachelmann muss noch einmal vor Gericht erscheinen. Das kündigte das Landgericht in Mannheim an. Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn sagte, die 38-Jährige, die Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt hatte, solle mit den bisherigen Ergebnissen der Beweisaufnahme konfrontiert werden. "Es zeichnet sich ab, dass sie die Unwahrheit gesagt hat", sagte Schwenn.
Die Radiomoderatorin war bereits im Oktober insgesamt 20 Stunden lang vernommen worden. Schwenn sagte, das Gericht könne sich die Diskussion um weitere Verhandlungstermine sparen, wenn die Frau von ihren Beschuldigungen abweiche.
Die Verteidigung stützt ihre Argumentation vor allem darauf, dass das mutmaßliche Opfer während der Ermittlungen Details der Aussage korrigiert hatte. Zudem zieht Schwenn die These des Therapeuten der Frau in Zweifel, Erinnerungslücken der 38-Jährigen seien auf ein Trauma zurückzuführen.
Am Donnerstag wurde eine Polizistin befragt. Sie hatte das mutmaßliche Opfer nach dem Vorfall vernommen und war auch bei der Festnahme des Schweizers am 20. März am Frankfurter Flughafen dabei. Die Beamtin erschien bereits zum dritten Mal vor Gericht.
Kachelmanns Ex-Geliebte beschuldigt ihn, sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Der 52-jährige Schweizer bestreitet das.
Quelle: dpa
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