31.07.2010, 10:29 Uhr
Im US-Staat Texas hat ein wegen Vergewaltigung verurteilter Mann 27 Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen. Ein DNA-Test erbrachte schließlich den Beweis für die Unschuld des 44-jährigen Michael Green.
Am Freitag durfte er das Gefängnis in Houston unter dem Jubel seiner Angehörigen verlassen, nachdem ein Gericht ihn gegen eine Kaution von 500 Dollar auf freien Fuß gesetzt hatte.
Green kann auf diese Weise in Freiheit die Entscheidung eines Berufungsgerichts abwarten. Ihm war vorgeworfen worden, im Jahr 1983 gemeinsam mit drei anderen Männern eine Frau verschleppt und vergewaltigt zu haben. Polizisten hatten ihn damals in der Nähe des Tatorts aufgegriffen. Das Opfer identifizierte ihn bei einer Gegenüberstellung zunächst nicht, meinte aber später, ihn auf einem Foto wiedererkannt zu haben. Green wurde wegen schwerer sexueller Nötigung zu 75 Jahren Haft verurteilt.
Er beteuerte seine Unschuld und machte sich mit Gesetzestexten vertraut. In Briefen bat er Abgeordnete und die Staatsanwaltschaft um Unterstützung. Er erreichte eine Wiederaufnahme des Verfahrens und es stellte sich heraus, dass DNA an einem Kleidungsstück des Opfers nicht zu der Greens passte.
Die Behörden identifizierten auch die vier Männer, die damals die Frau entführten. Weil allerdings die Verjährungsfrist inzwischen abgelaufen ist, können sie nicht mehr belangt werden. "Das Tragische in dem Fall ist nicht nur, dass ein unschuldiger Mann im Gefängnis war, sondern auch, dass dem Opfer Gerechtigkeit verwehrt wurde, dass der Gesellschaft Gerechtigkeit verwehrt wurde und dass die wahren Schuldigen frei sind", sagte Bezirksstaatsanwältin Pat Lykos.
Quelle: dapd
Lizzy schrieb:
am 31. Juli 2010 um 16:45:56
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27 Jahre Haft für Vergewaltigung
75 Jahre Haft für sexkuelle Nötigung, also noch nicht einmal eine Vergewaltigung ist ja nun mal etwas was
in den sexuell ziemlich bigotten USA passieren kann. Ich hoffe sehr, dass der Mensch wenigstens eine angemessene Entschädigung bekommt. Gott sei Dank lebe ich in Europa.
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dextro schrieb:
am 31. Juli 2010 um 15:47:04
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Lieber Hotzenplotz,
Sie sprechen mir komplett ausm Herzen. Mein (sehr erfolgreicher) Anwalt sagt mir jedes mal wieder, daß er persönlich
vor deutschem Gericht "niemals der Dummheit meiner Kollegen" ausgesetzt sein möchte. USA ist nur ein Beispiel für gewisse Willkür - da wird kein Recht gesprochen, sondern ein Urteil gefällt.
Im Zweifel zugunsten des Angeklagten (indubio pro reo). Auch die deutsche Justiz hält sich nicht daran. (siehe Kachelmann). Frage- deutsche Justiz dumm?, geschmiert? paranoid? abhängig?
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andy schrieb:
am 31. Juli 2010 um 15:46:40
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wie immer
langsam kennt man das doch schon, zum glück leb i nicht in der USA, bist du am falschen ort zu falschen zeit gehste in Bau und das
als unschuldiger... dort wird anscheinend nicht geprüft wer eingesperrt wird, hauptsache die haben einen sündenbock.
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