19.08.2011, 19:24 Uhr
Mit brutalen Angriffen im öffentlichen Nahverkehr verbreiten Schläger immer wieder Entsetzen. Oft sind die Täter Jugendliche oder junge Männer. Sie gehen an Haltestellen, Bahnhöfen oder in Bus und Bahn auf ihre Opfer los - meist aus nichtigem Anlass.
Auf dem Berliner U-Bahnhof Zoologischer Garten eskaliert ein Streit zwischen zwei Männergruppen. Ein Angreifer zieht ein Messer und fügt einem Gegner lebensgefährliche Stichverletzungen am Oberkörper zu. Sein Opfer muss notoperiert werden. Der Täter flüchtet und wird mit einem Bild aus einer Überwachungskamera gesucht. Eine Woche später stellt er sich der Polizei.
Zwei feiernde Gruppen geraten auf einer Vatertagstour an Christi Himmelfahrt wegen ihrer Bollerwagen in heftigen Streit. Auf dem S-Bahnhof Rostock-Warnemünde wird ein 44-Jähriger an der Halsschlagader verletzt und stirbt auf dem Weg in eine Klinik.
Nach dem Überfall auf einen 21-jährigen Mann im Berliner U-Bahnhof Amrumer Straße sucht die Polizei mit Bildern aus Überwachungskameras nach drei Schlägern. Zu sehen ist, wie die jungen Männer völlig enthemmt auf den 21-Jährigen einschlagen. Einer tritt ihm gegen den Kopf, als er schon am Boden liegt. Das Trio bestiehlt sein schwer verletztes Opfer und entkommt unerkannt.
Im Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße schlägt ein 18-Jähriger auf einen 29-Jährigen ein. Auch er tritt dem Opfer gegen den Kopf, als es schon am Boden liegt. Der Täter stellt sich kurz nach der Tat, ebenso sein 18 Jahre alter Begleiter. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Haupttäter beginnt am 23. August. Er muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags verantworten.
Sieben Unbekannte greifen im Berliner U-Bahnhof Kurfürstendamm einen 23-Jährigen an. Da er ihnen Zigaretten verweigert, schlagen sie ihn krankenhausreif und stehlen ihm Geld aus der Hosentasche.
Zwei Handwerker werden im Berliner U-Bahnhof Lichtenberg scheinbar grundlos von vier Jugendlichen zusammengeschlagen. Eines der Opfer liegt mit lebensgefährlichen Hirnverletzungen wochenlang im künstlichen Koma und wird vermutlich Behinderungen zurückbehalten. Die Täter werden mit Hilfe von Überwachsungsvideos identifiziert. Die 14 bis 18 Jahre alten Jugendlichen müssen sich wegen versuchten Mordes aus Habgier und aus niederen Beweggründen vor Gericht verantworten.
Nach einer belanglosen Auseinandersetzung in einem Nachtbus im westfälischen Münster prügeln drei junge Männer einen 30 Jahre alten Fahrgast auf einem nahe gelegenen Parkplatz fast zu Tode. Die 16, 17 und 19 Jahre alten Angreifer müssen sich seit dem 5. Mai 2011 wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.
Tödliche Messerattacke auf einen 19-Jährigen im Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg: Eine Gruppe aus fünf Jugendlichen gerät mit dem späteren Opfer aus nichtigem Anlass in Streit. Ein 16 Jahre alter Jugendlicher, der bereits als Intensivtäter bekannt ist, tötet den jungen Mann mit einem Stich ins Herz. Er wird dafür später zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Auf einem Nürnberger U-Bahnsteig schlägt ein Mann einen 35-Jährigen brutal nieder und verletzt ihn schwer. Etwa zwei Wochen später wird ein 24-Jähriger verhaftet und im Januar 2011 wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt.
Der Geschäftsmann Dominik Brunner, der sich schützend vor vier Kinder stellt, wird in München am S-Bahnhof Solln von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen, Brunner stirbt. Die Täter sind 17 und 18 Jahre alt. Der ältere wird im September 2010 zu neun Jahren und zehn Monaten Haft wegen Mordes verurteilt. Sein Komplize erhält sieben Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge.
Quelle: dpa
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