25.11.2011, 17:48 Uhr
Der Verein Deutsche Sprache hat die besten Schlagzeilen prämiert (Quelle: imago)
"Brüderle bei Ehrlichkeit ertappt" lautet die Schlagzeile des Jahres 2011. Eine Jury des Dortmunder Vereins Deutsche Sprache setzte die Überschrift aus der Berliner Tageszeitung "taz" auf Platz eins der 30 ausgewählten Schlagzeilen. Die Zeitung habe die Schlitzohrigkeit des bekannten FDP-Politikers Rainer Brüderle auf den Punkt gebracht, hieß es in der Begründung. Zur kompletten Liste der 30 besten Schlagzeilen
Insgesamt waren 73 Vorschläge eingegangen. Den zweiten Platz teilen sich die "Bild"-Zeitung mit der Schlagzeile "Nein tanke!" zum Thema Biosprit und der "Spiegel" mit "Circus Krone - vom Sinn und Wahnsinn der britischen Monarchie". Die Auszeichnungen sind undotiert.
Stoff für Wortspiele lieferte auch Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Der Jury um Vereinschef Walter Krämer, Mitgründer Wolf Schneider und "heute-journal"-Moderator Claus Kleber gefielen folgende fünf Schlagzeilen: "Die Jäger des verlogenen Satzes" aus dem "Tagesspiegel", "Schmarotzer cum laude" und "Plagiator honoris causa" aus der ´"taz", "Guttenberg schreibt Doktortitel vorerst ab" von der "FAZ" und "Adel verzichtet" der "Süddeutschen Zeitung".
Die "Schlagzeile des Jahres" hatte der Sprachverein im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben. Der erste Sieger war die "Zeit" mit der Schlagzeile "Krieger, denk mal!" zur Münchener Sicherheitskonferenz und veralteten Strategien militärischer Abschreckung.
Der Verein Deutsche Sprache wurde 1997 gegründet. Seine 34.000 Mitglieder widmen sich der Pflege der deutschen Sprache und dem Kampf gegen unschönes "Denglisch". Dazu wählt der Verein unter anderem auch jährlich den "Sprachpanscher des Jahres".
Quelle: dpa
sprachfanatiker schrieb:
am 25. November 2011 um 19:10:06
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Schlagzeilen
da wurden ja mit Recht einige wunderschöne Schlagzeilen-Schöpfungen ausgezeichnet. Was allerdings die "Nein tanke! Der
Irrsinn mit dem Biosprit" der BLÖD-Zeitung in dieser Sammlung zu suchen hat, bleibt dem Betrachter, der sich noch ein bißchen Intelligenz bewahrt hat, leider verborgen !
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Herta schrieb:
am 25. November 2011 um 18:57:54
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Lehrer
Der Lehrerberuf ist an sich ein schöner Beruf. Manchmal fragt man sich allerdings wie wurdest du Lehrer. Man entpuppt sich häufig
auch dann als Briefkastenleerer oder Mülltonnenleerer. Gute Beziehungen haben es denn dazu gebracht bis es jemanden auffällt wie bei nur zufällig falschen Akademikertiteln. Für Geld u. Beziehungen geht fast alles.
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Melchior schrieb:
am 25. November 2011 um 18:37:31
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Originalität oder gar Humor ...
... sind dem neuen deutschen Journalismus nicht eben in die Wiege gelegt. Es kommen meist nur solche
angestrengten Kalauer zustande, für die sich dann auch nur ein obskurer "Verein Deutsche Sprache" begeistern kann. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Mich berühren pseudo-witzige Wortspielereien eher peinlich. Die Journalisten sollten besser mehr Energie ins seriöse Recherchieren und Faktenprüfen stecken als ins Witzeln und treuherzig-naive Nachbeten von Agenturmeldungen.
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