07.02.2011, 11:26 Uhr
Josef Ackermann findet Frauen in Vorständen "farbig" und "schön" (Foto: dpa)
Frauen in Unternehmensvorständen machen die Gremien "farbiger" und "schöner": Mit dieser Äußerung hat Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann am Wochenende für Kopfschütteln innerhalb und außerhalb seines Instituts gesorgt, wie das "Handelsblatt" berichtet.
Ackermann habe erklärt, im Vorstand seiner Bank und auch eine Ebene darunter fände sich derzeit kein weibliches Mitglied, schreibt die Zeitung. "Aber ich hoffe, dass das irgendwann dann farbiger sein wird und schöner auch", lautete seine umstrittene Aussage.
Frauen in hohen Positionen konterten dem Bericht zufolge. So habe Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) erklärt: "Wer es farbiger und schöner mag, soll auf eine Blumenwiese gehen oder ins Museum." Die Europa-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin (FDP) empfahl: "Wenn Herr Ackermann mehr Farbe im Vorstand will, soll er sich Bilder an die Wand hängen."
Unternehmerin Jette Joop kommentiert die Äußerung des Bankenchefs: "Das tradierte Rollenbild von Herrn Ackermann holt ihn ein, oder warum hat er seinen 60. Geburtstag im Bundeskanzleramt bei Frau Merkel gefeiert?" Die Kanzlerin lehnt eine gesetzliche Frauenquote ab.
Die frühere "taz"-Chefredakteurin Bascha Mika äußerte sich derweil positiv über eine Frauenquote. Diese könne "Mittel zum Zweck" sein, um Frauen den Weg in Führungspositionen zu ebnen. "Die Quote ist nur eine Krücke, ein Instrument, und wenn man das Ziel erreicht hat, dann schmeißt man die Krücke einfach weg", sagte Mika in einem Interview anlässlich des Erscheinens ihres Buches "Die Feigheit der Frauen". Es gebe sehr viele gut qualifizierte Frauen in der Wirtschaft. Sie müssten nur eine Chance bekommen und ermutigt werden, Karriere zu machen.
Unverständnis äußerte Mika über die ablehnende Haltung von Angela Merkel. Sie habe wirklich gedacht, dass Merkel verstehe, "wie wichtig eine Quote ist". Die Hoffnung, dass sich die Wirtschaft per Selbstverpflichtung zu mehr Frauenförderung durchringt, habe sich nicht erfüllt, sagte Mika. Sie befürworte daher eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent. Es gehe "nicht darum, dass alle Frauen Chefinnen werden", fügte sie hinzu. Es gehe vielmehr darum, dass sie durch Arbeit Selbstbestätigung bekommen, finanziell unabhängiger werden und dass sie eine Arbeit haben, die sie zufrieden macht.
In ihrem neuen Buch fordert Bascha Mika die Frauen auf, dem Rückfall in alte Rollenmuster zu widerstehen. Es gebe nach wie vor einen "gesellschaftlichen Druck, dass sie diese Rolle übernehmen". Es liege aber auch an den Frauen selbst, dass sie sich bisher gegen das Männersystem nicht erfolgreicher durchsetzen konnten. Sie seien "Komplizinnen in diesem System", betont Mika, die ihr Buch selbst als "Streitschrift" bezeichnet.
Quelle: AFP
Freidenker schrieb:
am 7. Februar 2011 um 20:44:57
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Frauenquote
Wenn man Quoten vorschreibt dann hat das nichts mit Qualifikation zu tun, siehe Frau Merkel oder Westerwelle , eine
Führungsposition muß man sich erarbeiten und nicht bekommen weil gerade politisch gewollt.
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marlise schrieb:
am 7. Februar 2011 um 20:30:10
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ackermann
@ Ernst,was meinen Sie mit Weiberwirtschaft u. bunt genug?Kiermes meint,Frauen sollen den Haushalt machen u.Kinder
aufziehen.Ja,schon!Aber wenn eine Frau Kinder hat u.geschieden wird, muß sie so bald wie möglich wieder arbeiten u.sehen,wie sie zurechtkommt gemäß Gesetz.Unterhalt bekommt sie dann nicht,wenn sie Unterhalt für die Kinder bekommt,hat sie Glück,da viele Väter sich davor drücken.Meine Tochter hat ein gutes Abitur gemacht,Studium gut abgeschlossen,also warum sollte sie nicht arbeiten?
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Dina schrieb:
am 7. Februar 2011 um 19:14:35
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Heuchler
Ackermann: Frauen im Vorstand sind "farbig und schön" - Solange sie unter Ackermann arbeiten. Er hat nie jemand über sich geduldet!
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