23.09.2011, 13:13 Uhr
Die Amerikanerin Jaycee Dugard, die 18 Jahre von einem Entführer als Sex-Sklavin gehalten wurde, hat die US-Regierung auf Schadenersatz verklagt. Die 31-jährige Kalifornierin reichte ihre Klage am Donnerstag bei einem Bundesgericht in San Francisco ein, berichtete der "San Francisco Chronicle".
Sie wirft den Behörden schwere Versäumnisse bei den Ermittlungen vor. So hätten Beamte bei der Überprüfung ihres Peinigers, einem vorbestraften Sexualverbrecher, nachlässig gehandelt.
Dugard war als Elfjährige von Phillip Garrido und dessen Frau Nancy auf offener Straße entführt worden. 18 Jahre lang wurde sie in einem Gartenversteck des Paares gefangen gehalten. Sie wurde immer wieder vergewaltigt und brachte als Teenager zwei Mädchen zur Welt. Bewährungshelfer hatten bei Routineüberprüfungen das Haus des vorbestraften Mannes besucht und dabei auch mit Dugard und der älteren Tochter gesprochen.
Sie schöpften aber keinen Verdacht und versäumten es, der Identität der jungen Mutter und ihrer beiden Kinder sowie der Beziehung zu Garrido nachzugehen. Erst im August 2009 wurde Dugard mit ihren Töchter in einem Vorort der Stadt Antioch entdeckt. Im vergangenen Juni wurde Garrido zu 431 Jahren, seine Frau zu 36 Jahren Haft verurteilt.
USA: Phillip Garrido und seine Frau hielten das Mädchen 18 Jahre lang im Hinterhof fest. zum Video
Der Bundesstaat Kalifornien hatte Dugard bereits im vergangenen Jahr eine Entschädigung von 20 Millionen Dollar zugesprochen. Der größte Teil davon sei für ihre Töchter und für Gerichtskosten ausgegeben worden, sagte Dugards Anwalt Dale Kinsella. In ihrer Klage gegen die US-Bundesregierung habe Dugard keine konkrete Forderung festgelegt.
Seine Mandantin wolle im Falle einer Entschädigung die ganze Summe einer Stiftung für Entführungsopfer und Familien in Not zukommen lassen, teilte Kinsella mit. Im Juli brachte Dugard in den USA ihre Autobiografie "A Stolen Life" (Ein gestohlenes Leben) heraus. Die junge Frau lebt heute mit ihren Töchtern bei ihrer Mutter in Nordkalifornien.
Quelle: dpa
Martin schrieb:
am 23. September 2011 um 21:26:03
(5)
(1)
@Renate
Das Gesetz gibt ein lebenslänglich her.
Die Rcihter haben aber die möglichkeit mehrfach lebenslänglich auszusprechen. So wird zum
beispiel sichergestellt das so jemand keine Bewährung mehr bekommen kann. Und es soll gleichzeitig die härte der Strafe ausdrücken. Es ist quasi das amerikanische Pendant der hier abgeschafften sicherungsverwahrung. Denn Lebenslänglich bei uns heißt 25 Jahre im Knast und nich wirklich das ganze Leben. Dafür gabs bei uns die Sicherungsverwahrung bei den Amis eben sowas
mehr
Kommentar melden
Kanalratte schrieb:
am 23. September 2011 um 20:31:43
(5)
(2)
Jayce Dugard
USA macht einfach den Schwerbrecher in Gefängnsi lebenslänglich bis sie verwelken . In Deutschland lachhaft mit samthandschuh mit s
Kommentar melden
Dieter schrieb:
am 23. September 2011 um 14:17:40
(29)
(0)
Jaycee Dugard verklagt US-Regierung
Sorry, auch wenn das ein wenig populistisch klingt: Menschen die anderen so was angetan haben, sollten
NIE wieder aus den Knast kommen! Wenn Ermittlungsfehler gemacht wurden, muss der Staat für seine Bediensteten haften. Somit sehe ich diese Klage als voll komm gerechtfertigt an.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS