09.12.2010, 08:58 Uhr
Vor allem Menschen, die an Gewässern wohnen, können Schnaken das Leben schwer machen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Schnakenbekämpfer am Oberrhein wollen gegen die wachsende Zahl an Stechmücken "mit Migrationshintergrund" mobil machen. Nach dem Asiatischen Tigermoskito macht sich in der Region zunehmend der Japanische Buschmoskito breit.
Das berichtet die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS). Die beiden exotischen Stechmückenarten können Überträger von Viruskrankheiten sein, wie zum Beispiel Malaria, Dengue- und Gelbfieber. Durch das Aufkratzen der Quaddeln könne es zu Sekundärinfektionen kommen, auch allergische Reaktionen seien möglich.
Die KABS plant für Januar ein Treffen mit Moskito- und Gesundheitsexperten, an dem auch Vertreter der Weltgesundheitsorganisation teilnehmen sollen. Ziel sei es letztlich, mit anderen europäischen Staaten zusammen Bekämpfungsstrategien gegen die Stechmücken zu entwickeln. Zunächst soll aber weiter untersucht werden, wo die Exoten bereits vorkommen und wie sie sich ausbreiten.
Die Aktionsgemeinschaft hat in diesem Jahr 150 Gemeinden in Südbaden untersucht und in jeder dritten solche Moskitos nachweisen können. "Das ist viel mehr als man gedacht hätte", sagte KABS-Direktor Norbert Becker. Bisher beschränke sich das Phänomen auf diese Region, aus anderen Teilen Deutschlands habe es noch keine Meldungen gegeben.
Bislang hat vor allem die heimische Rheinschnake "Aedes vexans" im Fokus der Schnakenbekämpfer gestanden. 2010 sei ein "ausgesprochenes Schnakenjahr" gewesen. Mehr als 90 Prozent der Schnaken haben die Experten in diesem Jahr in ihrem Einsatzgebiet zwischen dem Kaiserstuhl und Bingen nach eigenen Angaben getötet.
Dabei kommt ein biologischer Wirkstoff zum Einsatz, der vom Hubschrauber oder vom Boden aus verteilt wird. Auf diese Weise wurde in dem zu Ende gehenden Jahr an 90 Einsatztagen eine Fläche von 26.000 Hektar bearbeitet - das sind nach Angaben der KABS Rekordwerte. Die Schnakenbekämpfer rücken vor allem bei Hochwasser aus, weil die Schnaken dann die besten Entwicklungsmöglichkeiten haben.
In der KABS haben sich rund 100 Städte, Gemeinden und Landkreise am Oberrhein zusammengeschlossen. Durch Stechmückenplagen wird nach Angaben des Vereins die Lebensqualität der Menschen stark beeinträchtigt. Besonders betroffen seien Bewohner von Gemeinden an Flüssen und Seen. Besonders drastisch beeinflusse eine solche Plage das Freizeitverhalten der Menschen, weil Parkanlagen, Schwimmbäder, Tennisplätze und dergleichen nur eingeschränkt genutzt werden könnten.
Quelle: dpa , t-online.de
scooterfan schrieb:
am 2. Dezember 2010 um 21:21:15
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Moskitos
Da sieht man mal was der Klimawandel alles bewirkt.Irgendwann haben wir die Trichternetzspinne aus Australien da.
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Lara S. schrieb:
am 2. Dezember 2010 um 21:18:05
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Schnakenjahr - allerdings!
Hier in Südbayern war es der blanke Horror! Ich habe noch nie zuvor so viele Kriebelmücken & Schnaken gesehen -
und diese Stiche sind wirklich gemein, v.A. wenn man allergisch dagegen ist!! Es wäre allerdings nicht schlecht, wenn man gegen diese Plage vorginge - es ist wohl wahr, dass das Freizeitverhalten einzelner Menschen dadurch stark beeinträchtigt wird.
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Breisacher schrieb:
am 2. Dezember 2010 um 19:19:27
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Stechmücken
Wenn die 90% erwischt haben wie viele waren das dann? Dieses Jahr hatten wir am Rhein ewig viele Blutsauger und vorallem
schwillen irgendwie die Stiche immer mehr an... da ist ganz sicher was nicht normal!
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