20.07.2011, 16:36 Uhr
Ein Nager im Forschungslabor (Foto: imago)
Japanischen Forschern ist es gelungen, in der Niere einer Maus einen Zahn zu züchten. Diese neue Methode sei deutlich schneller als frühere Techniken zur Züchtung von Zähnen, sagte Professor Takashi Tsuji von der Universität Tokio, der das Forschungsprojekt geleitet hatte.
"Es ist unser erster Schritt zum Ziel - der Regeneration von Organen, um beschädigte oder verlorene Organe zu ersetzen", sagte der Forscher. Die Anwendung für den Menschen müsse jedoch noch erforscht werden.
Biologen hatten bereits zuvor Zähne im Labor gezüchtet und diese anschließend erfolgreich in den Kiefer von Mäusen transplantiert. Bei der neuen Methode bildeten die Forscher aus speziellen Zellen, die zum Wachstum eines Zahns notwendig sind, einen Kern, den sie in Plastik eingewickelt in die Mäuseniere implantierten.
Dort wuchs das Gebilde zu einem Zahn heran, der anschließend in einen Mäusekiefer transplantiert wurde. Dort habe er sich genau wie ein echter Zahn verhalten, berichteten die Forscher. Außerdem spare die Methode im Vergleich zu der vorher angewandten Methode etwa zehn Tage Zeit.
Quelle: AFP
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