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Japan: Neue Aufnahmen vom Beginn der Atomkatastrophe

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Neue Aufnahmen vom Beginn der Atomkatastrophe

20.05.2011, 09:09 Uhr

Mit riesigen Wassermassen überschwemmte der Tsunami die Reaktorgebäude von Fukushima (Foto: AP) (Quelle: AP)

Mit riesigen Wassermassen überschwemmte der Tsunami die Reaktorgebäude von Fukushima (Foto: AP) (Quelle: AP)

Die verheerende Atomkatastrophe in Japan wurde durch das Erdbeben und den anschließenden Tsunami ausgelöst. Jetzt hat Betreiberfirma Tepco neue Fotos von der Überflutung der Nuklearanlage veröffentlicht. Sie zeigen, mit welcher unbändigen Kraft die Wassermassen die hochsensible Hightech-Fabrik überspülen.

Die Wasserberge ließen sich durch nichts aufhalten. Gebäude, Schiffe und Autos wurden wie Spielzeug hinweggeschleudert. Die Aufnahmen zeigen den Beginn der schlimmsten Katastrophe in der Geschichte Japans.

Radioaktive Belastung weitet sich aus

Unterdessen laufen die Bemühungen, die havarierte Atomanlage wieder unter Kontrolle zu bekommen, weiter auf Hochtouren. Die radioaktive Belastung rund um die Atomruine von Fukushima weitet sich immer mehr aus. Erstmals fanden die Behörden in der nordöstlichen Präfektur Miyagi weit außerhalb der Sperrzone deutlich überhöhte Strahlenwerte in Weidegras.

Die Experten fanden rund 60 Kilometer nördlich des zerstörten Atomkraftwerks eine Belastung des Grases, die das Fünffache des erlaubten Grenzwertes überschritt. Ein Kilogramm der Probe war mit 1530 Becquerel Cäsium belastet, sagte ein Behördensprecher. Gesetzlich erlaubt seien in Japan für die Fütterung von Milchkühen maximal 300 Becquerel.

Der Fundort liegt deutlich außerhalb der 20-Kilometer-Sperrzone um das AKW Fukushima, die um den Unglücksort eingerichtet wurde. Diese Zone darf nur mit staatlicher Sondergenehmigung und unter Sicherheitsauflagen betreten werden. Auch einige Orte außerhalb dieser Zone wurden bereits gesperrt.

Arbeiter dringen in Block 3 vor

Derweil betraten Arbeiter jetzt auch den havarierten Reaktor 3. Ziel sei die Einschätzung der Schäden nach der Wasserstoff-Explosion wenige Tage nach Erdbeben und Tsunami am 11. März. AKW-Betreiber Tepco wurde in diesem Zusammenhang erneut wegen seiner Informationspolitik kritisiert. Die Atomaufsichtsbehörde sei erst am Donnerstag über das Betreten von Reaktor 3 unterrichtet worden. Tepco habe sich entschuldigt, hieß es. Beim Betreten von Reaktor 2 hätten die Arbeiter am Mittwochmorgen keine größeren Schäden an der Technik gefunden.

Wirtschaft und Tourismus schwer getroffen

Erdbeben, Tsunami und die Katastrophe von Fukushima haben die Wirtschaft des Landes schwerer als erwartet getroffen. In den Monaten Januar bis März sei das auf das Jahr hochgerechnete Bruttoinlandsprodukt um 3,7 Prozent eingebrochen, teilte die Regierung auf Grundlage vorläufiger Daten mit. Damit sei die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal wesentlich schlechter ausgefallen als erwartet. Volkswirte hatten zuvor einen Rückgang um 1,8 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorquartal sank das BIP den Angaben zufolge um 0,9 Prozent.

Im April hat sich zudem die Zahl der ausländischen Touristen in Japan massiv verringert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank sie auf 296.000, das entspricht einem Minus von 62,5 Prozent, teilte der japanische Tourismusverband mit. Aus Südkorea, dem wichtigsten Markt für den japanischen Tourismus, kamen 63.700 Touristen (minus 66,4 Prozent). Im vergangenen Jahr waren 8,6 Millionen Touristen aus dem Ausland nach Japan gekommen - so viele wie nie zuvor.


Quelle: dpa

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Kommentare (24)

zum Forum

Thema: "Japan: Neue Aufnahmen vom Beginn der Atomkatastrophe"

merkmalwas schrieb: am 19. Mai 2011 um 20:17:28
(0) (0) @HPG
...weil Tepco zugegeben hat, das das Systhem schon durch das Erdbeben beschädigt wurde!!! Und das der Tzunami die vielen Toten
verursacht hat, bezweiflt ja auch keiner. SO! Jetzt nochmal informieren, dann schreiben. Oder auch nicht!
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Opi schrieb: am 19. Mai 2011 um 20:10:32
(0) (0) Atommeiler
Leute, mir ist es sch...egal wodurch Atomkraftwerke in die Luft gehen, Fakt ist Sie tun es. Sie tun es in Russland, in Amerika, in
Asien und künftig mit Sicherheit auch in Europa. Es sind immer andere Gründe, sodass jede logisch denkende Regierung diese Technik sofort im Verbund mit der gesamten zur Verfügung stehenden Technik - Wirtschaftskraft austauschen muss. Alles andere ist kriminell und gefährdet die Menschen, sowie die Tier - Pflanzenwelt. Also handeln, nicht quasseln.
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Aber schrieb: am 19. Mai 2011 um 20:06:13
(0) (0) Warum
Warum sollte nicht das Erdbeben den GAU ausgelöst haben? Versteh ich nicht!

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