14.11.2011, 09:23 Uhr
"Der Playboy - über jeden Verdacht erhaben" - Zehntausende Italiener demonstrieren gegen Berlusconi (Quelle: AFP)
In Rom haben zehntausende Menschen am Samstag gegen die italienische Regierung demonstriert und den Rücktritt von Ministerpräsident Silvio Berlusconi gefordert. "Silvio, hau ab!" und "Schande, Schande, Silvio tritt zurück", riefen die Demonstranten auf der Piazza San Giovanni. Auch Oppositionsführer Pier Luigi Bersani von der Demokratischen Partei, der die Demonstration anführte, forderte Berlusconi erneut zum Rücktritt auf.
Die Demonstranten forderten auch mit Schildern und Spruchbändern den Rücktritt des Regierungschefs. Auf einem Spruchband waren Fotos von Ministern der Mitte-rechts-Regierung und der Spruch "Je schneller wir sie entsorgen, desto besser" zu sehen. Andere Schilder richteten sich direkt gegen Äußerungen Berlusconis beim G-20-Gipfel in Cannes, wo dieser erklärt hatte, die Krise in Italien sei nicht schwerwiegend, "alle Restaurants und Flugzeuge" seien "voll". "Ich gehe ins Restaurant, aber um abzuwaschen", stand auf einem Schild.
Italien gilt wegen seiner Gesamtverschuldung von rund 120 Prozent seiner Wirtschaftsleistung als ein mögliches weiteres Krisenland in der Euro-Zone. Am Rande des G-20-Gipfels hatte die Regierung in Rom daher zugestimmt, Italiens Finanzen künftig nicht nur von der EU-Kommission, sondern auch vom Internationalen Währungsfonds (IWF) überwachen zu lassen. Ein IWF-Angebot für Hilfsgelder lehnte Berlusconi aber als "nicht notwendig" ab.
In seiner Rede forderte Bersani erneut Berlusconis sofortigen Rücktritt. "Berlusconi muss nach Hause gehen", rief der Oppositionsführer, nachdem er mit der grün-weiß-rote Flaggen schwenkenden Menge die italienische Nationalhymne gesungen hatte. Die Euro-Krise drohe auf Italien überzuschwappen, weil die Regierung "unfähig" sei und das Land in Verruf bringe. Er versprach, Italien nach möglichen Neuwahlen "seine Würde und seinen Namen" zurückzugeben.
An Bersanis Seite nahmen auch SDP-Chef Sigmar Gabriel und der Spitzenkandidat der französischen Sozialisten für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr, François Hollande, an der Großdemonstration teil.
Berlusconi wies die Rücktrittsforderungen am Abend erneut zurück. "Es tut mir sehr leid, die Nostalgiker der Ersten Republik, als die Regierungen nur durchschnittlich elf Monate hielten, enttäuschen zu müssen", erklärte der Ministerpräsident mit Blick auf die italienische Nachkriegspolitik ironisch.
Quelle: AFP
Saccargia schrieb:
am 6. November 2011 um 19:13:11
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Berlusconi
Was Herr Gabriel da tut ist mir erklärlich. Wohl um die Opposition, also die Sozialisten zu stärken. Das haben andere
ausländische Parteigenossen auch schon in Deutschland gemacht. Also bitte informieren, vor negieren. Herr B. schadet dem Ansehen seines Landes enorm und seine bisherigen Wähler, von denen es nicht mehr viele gibt, sind von ihm abhängig und erhoffen sich persönliche Vorteile. Das ist bei allen Wahlen, auch in Deutschland, so.
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Biggi schrieb:
am 6. November 2011 um 17:01:51
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Berlusconi
Berlusconi ist eine Schande für Italien. Was er von sich gibt, ist nur noch peinlich. Nun können wir nur noch hoffen, dass Herr
Gabriel (SPD) auch in Italien bleibt. Was G a b r i e l sich sa leistet ist schon unglaublich.
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Aloysius schrieb:
am 6. November 2011 um 16:59:50
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Berlusconi/Gabriel
Frage: wie ist Gabriel dahin gekommen, sicherlich mit Flugzeug der Bundeswehr oder mit seinem Dienstwagen mit
Chauffeur...? alles natürlich auf Steuerzahlers Kosten, oder?
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