11.01.2012, 08:32 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Tel Aviv/Jerusalem (dpa) - Der Vergleich mit Nazis und die Benutzung von Holocaust-Symbolen soll in Israel künftig unter Strafe gestellt werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf wolle die Regierung am Mittwoch im Parlament vorlegen, berichtete die Zeitung "Haaretz".
Die Initiative kam gut eine Woche, nachdem sich in Jerusalem ultra-orthodoxe Juden bei einer Demonstration als Insassen von Nazi-Konzentrationslagern verkleidet und einen gelben Judenstern an die Brust geheftet hatten. Polizisten wurden als Nazis beschimpft. Dies war als Missbrauch des Holocausts auf scharfe Kritik gestoßen.
Nach dem Entwurf soll es künftig verboten sein, das Wort Nazi oder ähnlich klingende Wörter sowie Begriffe zu benutzen, die mit dem Nationalsozialismus, dem Dritten Reich oder einer seiner führenden Vertreter verbunden sind. Strafbar würde sich auch machen, wer gestreifte Kleidung trägt, die an die Kluft der Insassen von Konzentrationslagern erinnert, oder einen gelben Judenstern sowie ähnliche Symbole benutzt. Auch Fotos, Zeichnungen und Skulpturen, die das Hakenkreuz oder verwandte Symbole aufweisen, sollen verboten sein. Als Strafe sind bis zu sechs Monate Gefängnis und die Zahlung von 100 000 Schekel (20 000 Euro) vorgesehen. Ausgenommen ist nur die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust.
Quelle: dpa
Taranis64 schrieb:
am 11. Januar 2012 um 09:56:22
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Symbole
Wenn ein Jude einen Juden mit "Nazi" beschimpft, hat das sicherlich nochmal eine ganz andere Qualität. Ich finde aber, daß
wir etwas entspannter mit dieser angeblichen Symbolik umgehen sollten, auch in Deutschland. Wie weit soll das führen? Müssen wir irgendwann auch die Buchstaben A, N, H und S aus dem Alphabet tilgen, weil sie vielleicht mißbraucht werden könnten? Das wird langsam alles ziemlich lächerlich und ICH persönlich werde darauf keinerlei Rücksicht nehmen.
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Ercl schrieb:
am 11. Januar 2012 um 09:12:30
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Judenstern
Der Staat Israel unter zionistischer Führung stellt sich selbst in Frage, und das nicht nur innenpolitisxh sondern mehr und mehr
auch außenpolitisch. Schade für die Menschen, die sich nach der mörderischen Zeit des Dritten Reiches nach Palästina rettern konnten um dort leben zu können. Aber Zionisten waren schon da.
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