23.09.2011, 14:14 Uhr
Nicht nur in Ostjerusalem - auch in New York zeigen die Palästinenser Flagge (Quelle: Reuters)
Vor dem erwarteten Antrag der Palästinenser auf UN-Vollmitgliedschaft macht sich Israel auf das Schlimmste gefasst. 22.000 Sicherheitskräfte wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, um auf mögliche Unruhen reagieren zu können. Schwerpunkt seien das Westjordanland und der arabische Ostteil Jerusalems, sagte Polizeisprecher Mickey Rosenfeld. "Wir hoffen, dass Demonstrationen friedlich verlaufen." Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will am Freitagabend die Aufnahme eines unabhängigen Staates Palästina in den Grenzen vor dem Sechstagekrieg von 1967 als Vollmitglied der Vereinten Nationen beantragen.
Der Antrag gilt als chancenlos, Abbas will damit jedoch ein Zeichen setzen. Die Palästinenser sind nach zwei Jahrzehnten fruchtloser Friedensbemühungen frustriert und wollen mit dem Vorstoß neue Bewegung in Nahost bewirken.
Der Antrag soll gleich nach der mit Spannung erwarteten Rede des Palästinenserführers vor der Vollversammlung bei den UN eingereicht werden. Er muss danach vom Sicherheitsrat bestätigt werden, die USA haben jedoch ihr Veto angekündigt. Kurz nach Abbas steht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf der Rednerliste der UN-Vollversammlung.
In Israel wird befürchtet, dass zunächst friedliche Demonstrationen in Gewalt umschlagen könnten. Wütende Palästinenser verbrannten bereits am Donnerstag in Ramallah Bilder von US-Präsident Barack Obama, nachdem dieser eine israelfreundlicher Rede gehalten hatte.
Aus Furcht vor Konfrontationen erlaubt die israelische Polizei nur noch Männern über 50 Jahren mit israelischer Identitätskarte den Zugang zum Tempelberg in Jerusalems Altstadt, den auch die Muslime verehren. Die Sicherheitskräfte bereiteten sich darauf vor, Ausschreitungen nach den Freitagsgebeten niederzuschlagen. "Wir wollen in Jerusalem heute für Ruhe sorgen", sagte Polizeisprecher Rosenfeld.
Der israelische Generalstabschef Benny Ganz hatte bereits am Donnerstag gesagt, die Armee sei auf Ausschreitungen in den Palästinensergebieten vorbereitet. Gleichzeitig betonte er: "Bisher hat sich die Palästinensische Autonomiebehörde darum bemüht, die Vorfälle unter Kontrolle zu halten, und ich hoffe, dass sie dies auch in den kommenden Tagen tun wird." Es gibt zwar keine konkreten Hinweise auf geplante Gewaltaktionen, israelische Geheimdienstkreise schließen aber nicht aus, dass Palästinenser und israelische Siedler aneinandergeraten könnten.
Die radikalislamische Hamas hatte für Freitag zu einem "Tag des Zorns" im Westjordanland aufgerufen. Es wird aber bezweifelt, dass sie über ausreichend Unterstützung verfügt. Die Hamas beherrscht seit 2007 den Gazastreifen. Im Westjordanland, wo die Palästinensischen Autonomiebehörde und die Fatah von Abbas das Sagen haben, ist sie schwach.
Quelle: dpa
Blomeier schrieb:
am 23. September 2011 um 19:07:49
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Hein schrieb
Hallo Hein ! diese Siedlungsgebiete, sind ein Relikt aus dem 6-Tage-Krieg,als eine Handvoll arabischer Staaten israel ins rote
Meer treiben wollte.
Mit einem Messer am Hals hast Du nicht allzuviel Alternativen. DieAraber Haben ja diesen Krieg Verloren. Für die Israelis ist das Heute so eine Art
Sicherheitszone wie die Golan höhen ein mal.
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kommentator schrieb:
am 23. September 2011 um 19:00:33
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verabscheuenswürdig
die größten terroristen (usa und israel) machen doch mal wieder was sie wollen und alle schauen nur zu. die welt wäre
ein viel besserer ort wenn es diese beiden länder nicht gäbe. gerade die israelis sollten doch wissen wie es ist unterdrückt und getötet zu werden. israel steht dem nazi regime von damals in nichts nach. ich rufe auf zum boykott aller us amerikanischer und israelischer waren auf.macht mit rettet menschenleben
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Blomeier schrieb:
am 23. September 2011 um 18:52:32
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Unruhen
Solange nicht Einigkeit zwischen HAMAS u. FATAH herrscht u. die Gefahr
eines Bürgerkrieges besteht, u solange Hamas aus dem sicheren
Schutz
unschuldiger Zivilisten Israel mit Raketen angreift gibt es keinen eigenständigen Palestinenserstaat.
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