30.08.2010, 09:25 Uhr
Afghanische Soldaten betrachen nach der Schlacht im Morgengrauen einen der gefallenen Taliban-Kämpfer (Foto: Reuters)
Die Internationale Schutztruppe in Afghanistan hat am Samstag Angriffe der Taliban auf zwei ISAF-Stützpunkte im Osten des Landes zurückgeschlagen und dabei 24 Aufständische getötet. Bei den Feuergefechten wurden nach NATO-Angaben vier ISAF-Soldaten verletzt. Fünf Aufständische seien gefangen genommen, mehrere Sprengstoffgürtel sichergestellt worden.
Den Angaben zufolge wurden die beiden Stützpunkte in der Provinz Chost im Morgengrauen angegriffen. Am Stützpunkt Salerno seien 15 Aufständische getötet worden, die US-Uniformen trugen. Sechs weitere Rebellen starben demnach am Camp Chapman. Bei einem Luftschlag gegen einen Lastwagen seien drei Aufständische des Hakkani-Netzwerkes getötet worden, die wie die Taliban gegen die ausländischen Truppen und die afghanische Regierung kämpfen.
Ein Taliban-Sprecher sagte, 20 Selbstmordattentäter hätten eine US-Basis in Chost-Stadt angegriffen, während acht andere eine NATO-Basis attackiert hätten. Zudem hätten Dutzende weitere Angreifer Polizei-Kontrollpunkte angegriffen. 18 Soldaten der ausländischen Truppen seien bei der Angriffswelle getötet worden. Angaben der Taliban gelten allgemein als übertrieben und unzuverlässig.
Der Polizeichef der Provinz Chost, Abdul Hakim Ishaqzia, bestätigte, zwei Gruppen hätten Kontrollpunkte der Sicherheitskräfte in Chost-Stadt mit AK-47-Sturmgewehren und Raketen angegriffen.
In einem Armeegebäude in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar überwältigen derweil bereits gefangene Taliban-Kämpfer zwei Wächter und nahmen sie als Geiseln. Dabei kam es zu einer Schießerei, die Teile Peshawars lahmlegte. Ein Aufseher wurde verletzt.
Nach zehnstündigen Gefechten stürmten Sicherheitskräfte das Büro und befreiten die Geiseln, wie die Polizei mitteilte. Die Islamisten hätten sich ergeben, sagte ein Sprecher. Die 2,5 Millionen Einwohner zählende Stadt Peshawar ist die Hauptstadt der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, wo es häufig zu Übergriffen Aufständischer auf Polizisten und Soldaten kommt.
Wenige Stunden vor Beginn des Gefechts wurden bei einem den USA zugeschriebenen Raketenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan nach Geheimdienstangaben vier Aufständische getötet.
Ziel des Angriffs in der Nacht zum Samstag seien zwei Fahrzeuge in der Stammesregion Kurram im Nordwesten des Landes gewesen, verlautete aus pakistanischen Geheimdienstkreisen. Die getöteten Aufständischen hätten dem Hakkani-Netzwerk der Taliban angehört, das für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht wird.
Quelle: AFP , dpa
hans schrieb:
am 28. August 2010 um 15:25:18
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Taliban Attacken
Bei den Aufständischen/Freiheitskämpfern herrscht ja noch die Blutrache . Wenn man sich hier brüstet wieviele Afghannen
oder Pakistani man getötet hat so befremdet das Jjammern wenn einmal ein Amerikaner getötet wurde. In deren Augen ist der Westen nur der Abgrefer und das nur wegen den Bodenschätzen.
Was tun die Amerikaner in Somalia, das keine Bodenschätze hat ???
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