05.02.2012, 21:20 Uhr
Hamburg (dpa) - Nato-Soldaten werden nach Einschätzung des Oberkommandierenden der Afghanistan-Schutztruppe Isaf, John Allen, auch nach 2014 am Hindukusch kämpfen. Zwar blieben die Soldaten dann offiziell als Ausbilder von afghanischer Armee und Polizei im Land.
Aber: "Wenn du ein afghanisches Bataillon im Gefecht berätst, stell Dir vor, dann bist Du selbst im Gefecht", sagte der US-General der "Financial Times Deutschland". "Hier wird eine Unterscheidung vorgenommen, wo es nahezu keinen Unterschied gibt."
Ende 2014 soll die Verantwortung für die Sicherheit von der derzeit 130 000 Soldaten zählenden Isaf-Schutztruppe vollständig an die Armee und Polizei Afghanistans übergeben werden. Deutschland ist derzeit mit knapp 5000 Soldaten an dem Einsatz beteiligt.
"Die deutschen Spezialeinheiten sind sehr wichtig für die Ausbildung der afghanischen Armee", sagte Allen. Ferner hätten die USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich den Afghanen die Entsendung nationaler Kontingente zugesagt. "Wir müssen uns noch darüber verständigen, ob wir selbst schießen oder ihnen beim Schießen helfen wollen", sagte Allen.
Der Isaf-Chef erläuterte, dass Armee und Polizei Afghanistans schrumpfen sollten. Obwohl derzeit das Ziel ist, die afghanischen Sicherheitskräfte auf gut 350 000 Mann aufzustocken, sollten später nur rund 220 000 bis 230 000 Afghanen im Dienst sein, sagte Allen. Er teilte Sorgen, dass die Reduzierung der Armee den radikalislamischen Taliban Zulauf verschaffen könnte: "Wenn Du eine große Armee, die zu Konfliktzeiten aufgebaut wurde, in der Zeit nach dem Konflikt reduzierst, droht eine Instabilität."
Quelle: dpa
Rainer schrieb:
am 6. Februar 2012 um 09:52:52
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Afgahnen helfen
Unglaublich - ob wir ihnen bei Schießen helfen oder selber schießen - wo ist da der Unterschied? Wie viele Deutsche habe
damals 1945 gebetet und geschworen, lieber im restlichen Leben trocken Brot zu essen, als jemals wieder einen Krieg zu erleben. Aber Geld und Lügen überwinden wohl alle moralischen Bedenken.
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Friedensfreund schrieb:
am 5. Februar 2012 um 22:45:56
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Wir kämpfen auch ohne Hirn
Vorsicht Falle: Die ganze ISAF ist eine US-Mogelpackung, und gegenseitiges Töten dient niemandem ausser der
Rüstungs industrie. Alternative zivile Strukturen aufbauen, und zwar möglichst korruptionsfreie - das hätten die Amis unter Warlord Bush 1+2 tun sollen, und unsere tumbe deutsche Tigerentenregierung ebenso. Programme für echten Frieden & Entwicklung im geschundenen Afghanistan gibts bei der deutschen Friedensbewegung. Jeder kann z.B. unter dfg-vk nachschauen. Solltet Ihr alle tun!
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lothar schrieb:
am 5. Februar 2012 um 22:45:30
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Auslandseinsatz
Jeder neue Tag ist ein Tag zuviel,was haben wir dort oder am Horn von Afrika verloren?rein gar nichts.Es macht einen traurig
um jeden gefallenen Soldaten und kann es einfach nicht mehr nachvollziehen das unsere Jungs nicht sofort abgezogen werden.Dort ändern wir rein gar nichts
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