30.12.2011, 13:52 Uhr
Säbelrasseln am Golf: Während die US-Marine ihre "robuste Präsenz" betont, zeigt der Iran, dass er nicht wehrlos ist. Jetzt werden Raketen erprobt, die die US-Militärstützpunkte treffen könnten.
Nach der Drohung, Öltransporte im Persischen Golf zu blockieren, hat der Iran nun Manöver mit "Langstreckenraketen" in dem strategisch wichtigen Seegebiet angekündigt. "Samstagmorgen wird die iranische Marine einige ihrer Langstreckenraketen im Persischen Golf testen", sagte der stellvertretende Befehlshaber der Marine, Admiral Mahmud Mussavi, der Nachrichtenagentur Fars.
Der Iran spricht von Langstreckenraketen, obwohl deren Reichweite 2000 Kilometer nicht überschreiten soll. Die Raketen können damit allerdings die wichtigen US-Stützpunkte in der Golf-Region und in Afghanistan bedrohen.
Die Raketentests gehören zu einem Großmanöver der iranischen Streitkräfte in dem Seegebiet, das am vergangenen Wochenende begonnen hatte. Die bis zum 2. Januar laufenden Übungen sollen nach Mussavis Worten nun in ihre wichtigste Phase treten. Ziel sei es, die iranische Marine auf eine kriegsähnliche Situation vorzubereiten.
Drohgebärden aus Teheran und Washington begleiten das Manöver. Trotz Warnungen aus den USA, eine Behinderung des freien Seeverkehrs werde nicht toleriert, brachte der Iran eine Blockade der Straße von Hormus ins Spiel. Vizepräsident Mohammed Resa Rahimi hatte erklärt, kein Tropfen Öl werde mehr durch die Meerenge gelassen, falls der Westen die wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen ausweite.
Der Vizechef der iranischen Revolutionsgarden, General Hossein Salami, hatte gesagt: "Wann immer die iranischen Interessen auf dem Spiel stehen, werden wir entschlossen antworten." Die USA seien nicht in der Position, dem Land Vorschriften zu machen.
Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat im verbalen Machtkampf bisher geschwiegen. Auch das iranische Verteidigungs- und das Außenministerium hielten sich zurück. Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast hatte in der vergangenen Woche noch die Absicht einer Blockade der Straße von Hormus bestritten. Das werde gegenwärtig nicht in Betracht gezogen.
Durch das Nadelöhr befördern Tanker nach unterschiedlichen Quellen bis zu 40 Prozent des weltweit auf Schiffen transportierten Öls - unter anderem nach Westeuropa und in die USA. Am Ölmarkt wird die Entwicklung deshalb aufmerksam beobachtet. Eine unmittelbare Gefahr sehen die Ölexperten aber nicht; die Ölpreise sind bisher nur mäßig gestiegen.
Die USA, Frankreich und Großbritannien unterhalten am Persischen Golf Militärstützpunkte. Die US-Marine verweist auf ihre "robuste Präsenz" in der Region und erklärt, sie werde eine Behinderung des freien Seeverkehrs nicht zulassen. Die mit den USA verbündeten arabischen Golfstaaten rüsten derweil auf. Saudi-Arabien vereinbarte mit den USA die Lieferung von 84 Kampfflugzeugen des Typs F-15 und die Modernisierung von 70 weiteren Kampfjets.
Quelle: dpa
Der Beobachter schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 15:46:04
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Iran
Hallo Leser, glaubst du etwa das die Hälfte unseres deutschen Volkes hinter unserer Regierung steht?
Ich denke da liegst du aber sehr weit daneben.
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Anchorman schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 15:44:11
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Vierte Golfkrieg
Einfach nur witzig. Jeden Tag ein weiterer Akt in dieser spaßigen News-Serie.
Öl ist dicker als Blut.
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Alex!! schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 15:43:02
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ziemlich bescheuert
Der Iran wäre ziemlich bescheuert, wenn er die Meerenge "Straße v. Hormus" wirklich dicht macht. Ohne Öl
bricht hier alles zusammen. Die Konsequenz für den Iran, ja die ganze Region, kann sich jeder ausmalen. Das können wir uns nicht bieten lassen!!!
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