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Iran warnt Israel: Revolutionsgarden üben Verteidigung der Atomanlagen

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Revolutionsgarden üben Verteidigung der Atomanlagen

23.11.2009, 08:51 Uhr

Irans Revolutionsgarden feuern Raketen ab (Archivfoto: dpa) Irans Revolutionsgarden feuern Raketen ab (Archivfoto: dpa)Die iranischen Revolutionsgarden haben mit einem großen Manöver begonnen, bei dem auch die Reaktion auf einen Angriff auf die Atomanlagen des Landes geübt werden soll. Die Übung solle fünf Tage dauern, berichteten iranische Medien übereinstimmend. Der Chef der iranischen Luftabwehr, General Ahmad Mighani, sagte: "Wegen der Bedrohungen, die über unseren Atomanlagen schweben, ist es unsere Pflicht, diese für unsere Nation lebenswichtigen Einrichtungen zu schützen."

Die Revolutionsgarden warnten Israel erneut vor einem Luftschlag gegen die Anlagen. Im Fall eines Angriffs werde der Iran Mittelstreckenraketen auf Tel Aviv abfeuern, erklärte der Repräsentant des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei in den Revolutionsgarden, Mojtaba Zolnoor. Im Atomstreit hat Israel mehrfach gedroht, iranische Atomanlagen anzugreifen. Für deren Verteidigung sind die paramilitärischen Revolutionsgarden zuständig. Die mehr als 125.000 Gardisten bilden neben der regulären Armee die zweite Säule der iranischen Streitkräfte.

Obama will Lösung bis Dezember

Momentan sind die internationalen Verhandlungen über die umstrittene Urananreicherung des Landes festgefahren, der Konflikt droht zu eskalieren. Die Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland beraten zurzeit, wie sie weiter vorgehen wollen, wenn Teheran nicht bald einlenkt. Laut US-Präsident Barack Obama wird dabei über weitere mögliche Maßnahmen gegen den Iran diskutiert. Anfang des Jahres hatte Obama eine Lösung bis Dezember gefordert.


Teheran lehnte Kompromiss ab

Als Kompromiss hatte der Westen zuletzt vorgeschlagen, das meiste des niedrig angereicherten iranischen Urans im Ausland weiter aufzuarbeiten und das hoch angereicherte Nuklearmaterial, das der Iran dringend für seinen medizinischen Forschungsreaktor in Teheran benötigt, zurückzubringen. Das lehnt die Führung in Teheran ab. Sie will das angereicherte Uran nicht aus der Hand geben. Die Internationale Staatengemeinschaft verdächtigt den Iran, die Atombombe bauen zu wollen. Das bestreitet Teheran vehement.



Iran wirbt für Verständnis

Irans Botschafter bei der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien, Ali Asghar Soltanieh, warb derweil im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" um Verständnis für die Haltung seines Landes im Atomkonflikt. Teheran sei weiter zu Gesprächen bereit. "Wir benötigen dringend Nachschub für den Reaktor, 200 Krankenhäuser sind davon abhängig." Aber sein Land brauche "Garantien, dass wir für unser Uran auch den Brennstoff bekommen".


Quelle: dpa , AFP

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