29.12.2010, 12:50 Uhr
Im Iran ist ein angeblicher Mossad-Spion gehängt worden. Der Iraner Ali-Akbar S. habe sechs Jahre lang für den israelischen Geheimdienst gearbeitet, meldete die Nachrichtenagentur Irna. Er sei am frühen Dienstag im Teheraner Evin-Gefängnis hingerichtet worden.
Der Mann habe Israel geheime Informationen über die militärischen Kapazitäten des Iran, einschließlich Details zu Manövern, Stützpunkten, einsatzfähigen Kampfflugzeugen, militärischen Flügen, Militärflughäfen und Raketen weitergegeben.
Wie der Mann sich die geheimen Informationen beschafft haben soll, ging aus dem Bericht nicht hervor. Er wurde im Jahr 2008 festgenommen, als er zusammen mit seiner Ehefrau das Land verlassen wollte.
Auf Reisen in die Türkei, nach Thailand oder in die Niederlande soll der Mann Verbindungsmänner vom israelischen Geheimdienst getroffen haben. Dabei habe er jeweils bis zu 7000 Dollar für seine Dienste erhalten, insgesamt soll er rund 60.000 Dollar bekommen haben.
Auf Spionage steht im Iran die Todesstrafe. Zuletzt war im Jahr 2008 ein Mann als israelischer Spion hingerichtet worden. Die Regierung in Teheran wirft Israel immer wieder feindliche Akte wie Spionage vor. Erst Ende November machte man Israel sowie Großbritannien und die USA für die Anschläge auf zwei iranische Atomforscher verantwortlich, bei denen einer der beiden Wissenschaftler starb.
Quelle: dapd , dpa , AFP
Beobachter schrieb:
am 28. Dezember 2010 um 17:10:22
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Spion/fairer Prozess
Sicher hat Spionage ein hohes Risiko; eine Frage ist aber, ob der Mann einen fairen Prozess hatte. Da hab ich speziell
beim Iran oder von mir aus China, Nordkorea ernste Zweifel.
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Misanthrop schrieb:
am 28. Dezember 2010 um 13:36:51
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Mit Spionen..
..verfährt keine Nation auf der Welt zimperlich. Dieser Vorfall hat ausnahmsweise mal nicht speziell etwas mit der
Unverträglichkeit der Iraner zu tun. Man führe sich vor Augen welch ungeheuren Schaden Spionage einem Militärapparat (inkl. Personal) zufügen kann. Hier wurde kein "Unschuldslamm" exekutiert, sondern ein berechnender, kaltblütiger Geist, der sich des hohen Risikos seiner exotischen Berufswahl sicherlich bewußt war.Sein Tod mag menschlich nichts begradigen - darum gings auch nicht!
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Petrus schrieb:
am 28. Dezember 2010 um 12:43:23
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Spion Hingerichtet
Für mich ist die Frage nicht, wie der Mann gestorben ist, sondern vielmehr, was er Alles noch vor seinem Tod erleben
dürfte. Da braucht man wirklich keine blühende Fantasie um sich das vorzustellen. Wir werden sowieso nie die Wahrheit erfahren und insofern kann man diesen Bericht als ein Teil der möglichen Kriegsvorbereitungen des Iran betrachten. Kein Mensch wäre überrascht in den Medien zu lesen, dass es dort in der Gegend Krieg gibt, auch wenn dessen Ausgang im Vorfelde, schon feststeht!
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