04.01.2011, 14:13 Uhr
Ausgewählte Staaten sind eingeladen, Irans Atomanlagen zu besichtigen (Foto: imago)
Vor Beginn einer neuen Verhandlungsrunde über sein umstrittenes Atomprogramm hat der Iran ausgewählten Staaten eine Besichtigung seiner Nuklearanlagen angeboten. Eingeladen seien Vertreter der EU, der Bewegung der blockfreien Staaten sowie der fünf UN-Vetomächte und Deutschland, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast. Das Atomkraftwerk Buschehr soll im Januar ans Netz gehen gehen.
Die Besichtigung solle im Vorfeld der für Ende Januar geplanten neuen Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und der sogenannten 5+1-Gruppe stattfinden. Die Einladung zeige den "guten Willen" seines Landes bezüglich seines Atomprogramms, erklärte Mehmanparast.
Wie aus einer Einladung hervorgeht schlug Teheran für den Besuch das Wochenende 15. und 16. Januar vor. In dem auf den 27. Dezember datierten Schreiben ist von einem "Besuch der iranischen Atomanlagen" die Rede, für den sämtliche Kosten übernommen würden.
Ein Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte allerdings, "bei uns ist keine Einladung eingegangen". Ein Gewährsmann in Wien sagte, das Schreiben sei an Russland, China, Ägypten, Kuba, die Gruppe der Blockfreien und die Mitglieder der Arabischen Liga bei der IAEA sowie an Ungarn als derzeitige EU-Ratspräsidentschaft gerichtet.
Demnach wären die USA ebenfalls nicht eingeladen. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, erklärte, der Iran müsse seinen Verpflichtungen, mit der IAEA zu kooperieren, nachkommen. Diese Initiative sei dafür kein Ersatz und könne auch nicht von den Kernfragen bezüglich des iranischen Atomprogramms ablenken.
Besucht werden sollten Buschehr und Natans, sagte der bei der IAEA akkreditierte Diplomat. Außerdem seien Treffen mit dem amtierenden iranischen Außenminister Ali Salehi geplant, der außerdem Leiter der iranischen Atombehörde ist, und mit dem iranischen Chefunterhändler Saed Dschalili.
Die Reaktoranlagen in Buschehr, die vermutlich noch im Januar in Betrieb gehen sollen, bereiten der internationalen Gemeinschaft indes wenig Sorgen: Es ist sicher gestellt, dass die abgebrannten Brennstäbe nach Russland gebracht werden und nicht für den Bau von Atomwaffen missbraucht werden können.
Deutlich kritischer wird die Anlage in Natans gesehen, wo in knapp 9000 Zentrifugen Uran angereichert wird. Die USA und andere westliche Staaten verdächtigen den Iran, damit den Bau von Atomwaffen vorzubereiten. Teheran weist diese Anschuldigung aber zurück.
Anfang Dezember hatten sich iranische Beamte mit Vertretern aus Deutschland, den USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien und der EU in Genf getroffen, um über das Teheraner Atomprogramm zu verhandeln. Die Gespräche gingen ohne konkrete Ergebnisse zu Ende, vereinbart wurde lediglich ein weiteres Treffen zu Beginn dieses Jahres in der Türkei. Vorläufig ist ein Termin Ende Januar in Istanbul vorgesehen.
Bei den Gesprächen in Genf zeigte sich die iranische Delegation nach Angaben von Diplomaten nicht bereit, über die Forderungen des UN-Sicherheitsrats nach einem Stopp der Urananreicherung zu sprechen. Iranische Unterhändler lehnten es außerdem ab, über das Thema beim nächsten Treffen zu diskutieren.
Quelle: dapd
bubbes schrieb:
am 4. Januar 2011 um 21:22:18
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Iran
ja ja wer die geschichte von persien kannt ach meinte doch iran der weiß zu was der westen im stande ist, wer gibt uns das recht um
zu sagen wer ein schurke ist oder nicht, denn gerade die das behaupten sind die lumpen in person wobei auch wir unsere politiker nicht raus ziehen sollten haben doch auch den irak auf dem gewissen oder joschi
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K-S schrieb:
am 4. Januar 2011 um 19:49:04
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Atomanlagen
Es ist doch eine Tatsache, dass jedes Land was A. versichert ist in ruhe gelassen wird bzw. ein Verhandlungspartner ist. Die
Damen und Herren, die sich jetzt noch darüber aufregen, sollten mal Überlegen was sie für ein Bild von sich geben und hinterlassen.
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Blume schrieb:
am 4. Januar 2011 um 19:26:09
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Thema: "Iran lädt zur Besichtigung seiner Atomanlagen ein"
Der Westerwelle hätte ich auch keine Einladung geschickt (mit den Plauschern in
den eigenen Reihen)
und der Merkel auch nicht, denn die hacken ja dauern auf dem Iran rum. Damit schaden sie den Interessen der deutschen Bevölkerung, der sie günstiges Öl/Gas aus dem Iran vorenthalten. Nochdazu auf Euro-Basis. Der Iran könnte ein sehr guter Geschäftspartner für Deutschland sein. Ob Merkelundihre " Mannen" hoffen,dasdie USAzur SicherungIhrerEnergieversorg unswiedie Tomis nachd.Irakkrieg mitversorgen?
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