27.11.2010, 16:29 Uhr | Farshid Motahari
Das erste Atomkraftwerk des Irans ist startbereit und soll ab 2011 an das Stromnetz angeschlossen werden (Foto: AP)
Fast 36 Jahre nach der Grundsteinlegung scheint das erste Atomkraftwerk des Irans in der Hafenstadt Buschehr nun endlich startbereit sein. Teils wegen technischer Mängel, teils wegen politischer Überlegungen und Protesten aus den USA und Israel wurde die Inbetriebnahme des Projekts immer wieder verzögert.
Im August dieses Jahres wurde das Werk eröffnet und der fertig gestellte erste Reaktorblock wird nun nach seinem Beladen mit über 160 Brennstäben aus Russland voraussichtlich zu Jahresbeginn 2011 an das Stromnetz angeschlossen. Im Frühjahr 2011 soll der Leichtwasserreaktor seine Maximalleistung von 1000 Megawatt erreichen. "Dieses Großprojekt hat bewiesen, dass trotz des politischen Drucks und aller Sanktionen niemand dem Iran seine nuklearen Rechte streitig machen kann", sagte Teherans Atomchef Ali-Akbar Salehi.
Das Atomkraftwerk Buschehr ist jedoch schon seit langem kein Hauptthema mehr im Atomstreit mit Teheran. Da die Russen das Werk zumindest für weitere drei Jahre leiten und den Brennstoff für zehn Jahre liefern werden, und darüber hinaus auch die internationale Atomenergiebehörde konstant den Ablauf verfolgt, wird Buschehr von den Weltmächten in der Zwischenzeit toleriert.
"Bei dem Werk Buschehr wird im Westen zwar gemeckert, aber im Großen und Ganzen vertraut man auf Russland und dass Iran die Anlage nicht für nicht-zivile Zwecke ausnützt", sagte ein Diplomat in Teheran. Auch Moskau hat der Weltgemeinschaft versichert, dass die Anlage lediglich der Stromversorgung dient.
Brisant bleibt jedoch die Frage, ob der Iran über das eigentliche Streitthema Urananreicherung mit den Weltmächten, darunter auch mit Russland, überhaupt noch verhandeln will oder nicht. "Verhandeln ja, aber Urananreicherung stoppen nein", sagte der iranische Atomchefunterhändler Said Dschalili. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hatte Teheran im Namen der Sechsergruppe - USA, Russland, China und Großbritannien, Frankreich und Deutschland - vorgeschlagen, am 15. November in Wien die seit über einem Jahr unterbrochenen Atomverhandlungen wieder aufzunehmen.
Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hat Teheran geraten, den Vorschlag Ashtons anzunehmen. Teheran hat aber bis jetzt weder zu- noch abgesagt. Neben Zeitpunkt und Tagungsort müsse auch die Tagesordnung geklärt werden, meinte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast. Anders als die Sechsergruppe, die über einen Stopp der Urananreicherung verhandeln will, erwartet Teheran die offizielle Anerkennung des iranischen Rechts auf Atomtechnologie, einschließlich Urananreicherung. Ebenso fordert Teheran, dass die Weltmächte die wichtige Rolle des Irans in der Weltpolitik, besonders in Afghanistan und im Nahen Osten, anerkennen sollte.
"Ashton redet nur davon, wann und wo die Verhandlungen sein und wie lange sie dauern sollen, wir wollen aber wissen worüber wir überhaupt reden wollen und mit welchem Ziel", sagte Abolfasl Sohrewand, der Vize von Dschalili im Nationalen Sicherheitsrat. Beobachter in Teheran glauben, dass Iran an einem Treffen, dessen Agenda nur Einstellung der Urananreicherung ist und Iran als globaler Mitspieler total ignoriert wird, kein Interesse hat. "Man will ja etwas erreichen, und nicht zusammen kurz mal Kaffee trinken und dann wieder nach Hause gehen", sagt Mohammad-Dschawad Laridschani von der iranischen Justizbehörde.
"Wenn keine der beiden Seiten mit einer neuen Initiative ankommt, wäre das Treffen in der Tat zwecklos", so der Diplomat in Teheran. Eine Initiative wäre laut Atomexperten noch auf dem Tisch. Der Iran könnte mit der niedrigen Urananreicherung von 3,5 Prozent weitermachen, das Uran dann jedes Jahr in ein Drittland schicken und dafür nuklearen Brennstoff erhalten. Ein ähnliches Konzept wurde im Vorjahr in Genf zwischen den beiden Seiten für den medizinischen Reaktor in Teheran bereits angesprochen und ausgearbeitet. "Das wäre dann auch schon die Schmerzgrenze für den Iran", so die Experten.
Quelle: dpa
Klaus schrieb:
am 26. Oktober 2010 um 19:45:47
(0)
(0)
Atomkraft
Nun ist es soweit, Iran hat ein Atomkraftwerk, wo sind diese Atomkraftgegner hoffentlich geht ihr bald rüber in den Iran zum
Demonstrieren, mal sehen wie weit ihr kommt ihr Angsthasen. Roth, Trittin, Künast, Giesi und Konsorten wo ist euer Aufschrei. Sichere Atomkraftwerke zu in Deutschland,dann beziehen wir halt den Strom aus dem Iran und wenn dieser nicht mehr will, knippst er uns das Licht aus.
Wie Dumm sind einige deutsche Wähler diese grünen, Linken und Sozi Proletarier zu wählen.
mehr
Kommentar melden
Wühlmaus schrieb:
am 26. Oktober 2010 um 18:15:29
(0)
(0)
KKW im Iran
Sinn und Zweck von KKWs ist die Erbrütung von Atomwaffenmaterial. Strom ist nur ein Abfallprodukt. Muß man noch mehr anführen?
Kommentar melden
bubbes schrieb:
am 26. Oktober 2010 um 17:51:05
(0)
(0)
akw
schön, dass die das auch geschaft haben, warum nur die anderen die haben auch ein recht dazu, oder müssen wir jetzt auch bomben gehen,
mich freut das oder ist da sein "SCHURKEN staat" wer legt das fest,bestimmt wir die ja sager
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS