19.08.2010, 10:18 Uhr
Nach siebeneinhalb Jahren packen die US-Kampfeinheiten im Irak zusammen (Archivfoto: dpa) (Quelle: dpa)
Ende eines langjährigen Kriegseinsatzes: Zwei Wochen früher als angekündigt haben fast alle US-Kampftruppen nach amerikanischen Medienberichten den Irak verlassen. Einer der letzten Konvois habe die Grenze nach Kuwait überschritten, berichteten US-Fernsehsender. Der Abzug war ursprünglich für den 31. August geplant.
Der Abzug markiere nach siebeneinhalb Jahren das Ende der "Operation Iraqi Freedom" ("Operation Irakische Freiheit"), zitiert der Sender MSNBC den Sprecher des US-Außenministeriums Philip Crowley. Es handele sich um einen "historischen Moment". US-Präsident Barack Obama hatte am Mittwochnachmittag gesagt: "Wir halten das Versprechen, das wir gemacht haben. Unsere Kampfmission drüben im Irak wird vorbei sein."
Der Rückzug des rund 14.000 Soldaten umfassenden Brigadeteils aus der irakischen Hauptstadt Bagdad hatte nach Angaben der "Washington Post" am Samstag begonnen. Die Truppen hätten den 580 Kilometer langen Weg über Land statt in Flugzeugen zurücklegen müssen. Seit der Invasion des Landes in März 2003 starben im Irak mehr als 4400 US-Soldaten.
In die Armee eingebettete Reporter sollten der Zeitung zufolge bis zum Donnerstagmorgen Stillschweigen über den Rückzug bewahren, um die Truppen nicht in Gefahr zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt sollten die letzten Soldaten Kuwait erreichen.
Kurz nach Bekanntwerden der Meldungen hatte es Verwirrung um die korrekte Formulierung gegeben. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen ranghohen Vertreter der US-Regierung, wonach der Kampfeinsatz noch nicht beendet sei. Die Art des Einsatzes ändere sich erst zum 31. August, hieß es.
Laut MSNBC sei auf der Webseite des Weißen Hauses zunächst das "Ende des Kampfeinsatzes im Irak" verkündet worden. Später habe es dann geheißen, dass das offizielle Ende der Operation am 31. August sei. Die "Washington Post" zitierte ihrerseits den Offizier Steven DeWitt, der beim Erreichen der kuwaitischen Grenze erklärte: "Wir haben die Operation abgeschlossen."
Am 1. September beginnt die Operation "New Dawn" ("Neubeginn"). Sie sieht vor, dass die verbleibenden 50.000 US-Soldaten irakische Sicherheitskräfte ausbilden und ihnen bei der Terrorbekämpfung helfen. Nach Informationen des Fernsehsenders CNN sind momentan noch 56.000 US-Soldaten im Land.
6000 weitere, die Teil von Spezialeinheiten sind, sollen bis Ende des Monats den Irak verlassen. Bis Ende 2011 sollen dann alle US-Soldaten das Land verlassen haben. Nach Informationen der "New York Times" wollen die USA bis zu 7000 private Sicherheitskräfte einstellen, um ihre Diplomaten und Mitarbeiter nach Abzug der letzten Soldaten zu schützen.
Das Ende der Kampfoperation gilt als großer Einschnitt für die irakische Regierung, da sie größere Verantwortung für die Sicherheit in dem Land übernehmen muss. Zuletzt haben die Aufständischen ihre Angriffe auf die irakischen Sicherheitskräfte verstärkt.
Erst am Dienstag ereignete sich der schwerste Einzelanschlag im Irak seit Jahresbeginn. Bei einem Attentat auf Armee-Bewerber in Bagdad kamen rund 60 Menschen ums Leben. Im Mai waren bei einer Serie von Attentaten fast 100 Menschen getötet worden.
Quelle: t-online.de , AFP , dapd , dpa
HLT @ Schoen schrieb:
am 19. August 2010 um 19:02:47
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USA
Krieg ist die höchste Form von Terror gegen andere Völker. Er ist durch nichts zu rechtfertigen, schon gar nicht im 21.Jahrhundert.
Krieg ist im höchsten Maße verwerflich, weil er in der Regel immer die Falschen trifft. Wer Krieg im Ausland führt, muss mit bedenken, dass dieser Krieg auch in das eigene Land getragen werden kann, er handelt deshalb auch verantwortungslos gegenüber der eigenen Bevölkerung.
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Faller schrieb:
am 19. August 2010 um 16:00:30
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wir bleiben da
Ich glaube, dass die Nato oder die USA im Besonderen eigentlich kein Land in dem sie waren wieder vollständig geräumt hätten.
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paulalbert schrieb:
am 19. August 2010 um 15:56:23
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US Kampftruppen
Die US Besatzungstruppen sind jetzt seit über 65 Jahre in Deutschland und werden wohl noch lange bleiben.Sie müssen ja das
Land "schützen".
Die wahre Gründe liegen auf der Hand.In Irak ,Afganistan,usw...ist das nicht anders.
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