21.04.2010, 13:41 Uhr
Vor einer Grundschule in der irakischen Provinzhauptstadt Bakuba ist eine Autobombe explodiert. Nach Angaben der Polizei starb eine Lehrerin. Fünf Schüler erlitten Verletzungen. Bakuba ist die Hauptstadt der Provinz Dijala, die im Nordosten an die Provinz Bagdad grenzt.
Unterdessen wurden in Bagdad nach Angaben irakischer Medien die Leichen von zwei Mordopfern gefunden.
In der Hauptstadt wird derweil darüber diskutiert, wer die Verantwortung für ein erst kürzlich geschlossenes Foltergefängnis trägt. Das Gefängnis auf dem Gelände des früheren Muthanna-Flughafens war von einer Einheit betrieben worden, die dem schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki unterstellt war. Al-Maliki behauptet jedoch, er habe von der Folter in der Haftanstalt, in der Sunniten aus der nördlichen Provinz Ninive einsaßen, nichts gewusst.
Die Affäre könnte Al-Malikis Chancen schmälern, die neue Regierung zu bilden, weil es für ihn nun vermutlich sehr schwierig wird, sunnitische Verbündete zu finden. Al-Malikis Rechtsstaat-Koalition war bei der Parlamentswahl am 7. März auf dem zweiten Platz hinter dem Ex-Regierungschef Ijad Allawi gelandet. Beide Politiker erheben nun Anspruch auf den Posten des Ministerpräsidenten.
Quelle: dpa
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