07.06.2011, 12:37 Uhr
Vorsorge, Ansteckung, Behandlung: Alles, was man über die gefährliche Darmbakterie wissen sollte.
Der aggressive Darmkeim EHEC hat mittlerweile 22 Menschen in Deutschland getötet. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Die am Montag in Hamburg abgegebene Sprossen-Packung aus dem verdächtigten Gartenbaubetrieb in Bienenbüttel wurde derweil untersucht und enthält keine EHEC-Erreger.
Inzwischen starben 15 Patienten infolge des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS). Bei sieben weiteren gestorbenen EHEC-Infizierten wurde diese schwere Komplikation den Angaben nach nicht festgestellt. Die meisten Toten gibt es den RKI-Zahlen zufolge in Niedersachsen. Dort starben sechs Menschen. Fünf kamen in Schleswig-Holstein ums Leben, vier weitere in Nordrhein-Westfalen.
Ein an EHEC erkrankter Hamburger hatte eine Sprossen-Packung mit Ablaufdatum 23. April in seinem Kühlschrank gefunden und am Montagmorgen im Bezirksamt Eimsbüttel abgegeben. Die 100-Gramm-Packung der Mischung "Milde Sprossen" stammte aus dem Gartenbaubetrieb in Bienenbüttel. Durch die Kontrolle der Lieferwege waren die niedersächsischen Behörden am Wochenende auf die Spur der Sprossen als möglichem EHEC-Verursacher in der Gärtnerei im Landkreis Uelzen gekommen.
Die Packung enthielt allerdings keine EHEC-Erreger. Das habe die Untersuchung durch das Institut für Hygiene und Umwelt ergeben, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Der 42-jährige Hamburger war Anfang Mai an dem gefährlichen Erreger erkrankt und in einem Krankenhaus in Lüneburg behandelt worden. Inzwischen ist er wieder gesund.
Die Opfer kommen zum Großteil aus Niedersachsen. Derweil geht die Suche nach der Quelle des Darmkeims weiter. zum Video
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) wies unterdessen Kritik am Krisenmanagement der schwarz-gelben Bundesregierung zurück. "Wir arbeiten in der jetzigen Situation alle zusammen", sagte Aigner in der ARD-Sendung "Beckmann". "Es gibt keine Kompetenzrangeleien, überhaupt nicht." Die Ministerin forderte die Verbraucher auf, weiter auf den Verzehr von Sprossen, rohen Gurken, Tomaten und Blattsalaten zu verzichten. Vorerst seien die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und des Bundesinstituts für Risikobewertung weiter gültig.
Das Verbraucherministerium in Hannover vermutet auch nach den ersten negativen Proben weiterhin, dass Sprossen eines Betriebes in Niedersachsen Auslöser der EHEC-Epidemie sind. "Wir halten an dem Verdacht fest", sagte Ministeriumssprecher Gert Hahne nach Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse.
Die EU-Agrarminister wollen bei ihrem heutigen EHEC-Sondertreffen in Luxemburg über mögliche Hilfen für Bauern entscheiden. Die EU-Kommission arbeite bereits an einem Vorschlag für Ausgleichszahlungen, sagte der Sprecher von EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos. "Wir hoffen, dass wir eine grundsätzliche Einigung finden können." Details müssten dann aber noch ausgearbeitet werden.
Derweil fürchtet die Deutsche Krankenhausgesellschaft wegen der zahlreichen EHEC-Erkrankungen eine finanzielle Überforderung der Kliniken. "Ich appelliere an die Politik angesichts der EHEC-Epidemie, die geplanten finanziellen Kürzungen für die Krankenhäuser zurückzunehmen", sagte Hauptgeschäftsführer Georg Baum der Düsseldorfer "Rheinischen Post".
Baum sagte, die Epidemie zeige, wie wichtig es sei, in den Krankenhäusern Kapazitäten an Betten und Personal vorzuhalten, um solche schwierigen Situationen zu meistern. Zurzeit könne die Lage nur bewältigt werden, weil die Kliniken untereinander Personal austauschten. "Die Kliniken machen heute alles, was für die Versorgung der Erkrankten notwendig ist - ohne Rücksicht darauf, ob sie ihre Leistungen am Ende von den Krankenkassen auch vergütet bekommen", sagte Baum.
Quelle: dpa , dapd
JOJO schrieb:
am 7. Juni 2011 um 13:00:36
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EHEC
Wie es aussieht, hat die Bundesregierung in Zusammenhang mit dem gefährlichen Ehec-Darmbakterium der Bevölkerung wohl nicht die
Wahrheit gesagt. Denn die Bundeswehr unterhält ein streng geheimes B-Waffen-Forschungsprojekt, um deutsche Soldaten bei Auslandseinsätzen in Afrika vor mutierten Bakterien zu schützen. In diesem Zusammenhang soll man in einem norddeutschen Forschungslabor bei den streng geheimen Projekten »rein zufällig« jene Bakterienstämme gekreuzt haben,die uns jetzt das Leben kosten
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dora schrieb:
am 7. Juni 2011 um 12:56:47
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@Deco
wenn das alles so weiter geht ja. Der Mensch soll aus seinen Fehlern ja lernen. Aber warte mal in vier Wochen denkt kein Schwein mehr
an EHEC. Dann kommt die erste Genmanipulierte Tomate auf den Markt, die vier Wochen hält. Und alles stürzt sich darauf.
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K.L. schrieb:
am 7. Juni 2011 um 12:55:12
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an H.A.
Stellen Sie sich Abends mal auf die Äcker,wenn die Holländer die Pestizide anliefern!Oder früh Morgens,wenn die Gülle der
Schweinemastanlagen auf den Äckern (gegen Schmiergeld) entsorgt wird,anstatt sie teuer,vorschriftsmässig abzufahren!Mit dem Ergebnis,das die Äcker völlig überdüngt sind!Dann noch die Monokultur und die Leute fragen sich dann noch allen Ernstes,warum die Biene ausstirbt!!!
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