14.09.2011, 19:25 Uhr
Inzestfall im trügerischen Idyll Willmersbach Über 34 Jahre hinweg soll eine Frau von ihrem 69-jährigen Vater sexuell missbraucht worden sein.
Das mutmaßliche Missbrauchsopfer aus Franken wurde offenbar nicht nur von ihrem Vater, sondern von einem weiteren Mann missbraucht. Der Verteidiger des Vaters teilte mit, dass die Frau ein weiteres Kind geboren habe - gezeugt von ihrem eigenen Onkel, dem Bruder des Vaters. Währenddessen wurde ein weiterer Inzest-Fall in Bayern bekannt.
Der Beschuldigte im ersten Fall sitzt seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft erklärt er, der Sex mit seiner Tochter sei einvernehmlich gewesen. Dem Mann wird vorgeworfen, seine heute 46-jährige Tochter seit Jahrzehnten immer wieder missbraucht und drei Kinder mit ihr gezeugt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag Anklage wegen Vergewaltigung in fast 500 Fällen erhoben.
"Mein Mandant streitet nicht ab, Geschlechtsverkehr mit seiner Tochter gehabt zu haben", zitierte "stern.de" den Anwalt des Mannes. "Dies geschah jeweils einvernehmlich und ohne Anwendung von Gewalt durch meinen Mandanten." Die Tochter sei die Einzige, die von Gewalt spreche. Aus diesem Grund habe er auch ein Glaubwürdigkeitsgutachten in Auftrag gegeben.
Noch ist unklar, wann sich der 69 Jahre alte Vater aus Willmersbach vor Gericht verantworten muss. Das Landgericht Nürnberg-Fürth prüfe noch, hieß es von der Justiz. Die Taten waren ans Licht gekommen, als die Tochter wegen einer Straftat eine Bewährungshelferin zur Seite gestellt bekam. Sie brachte die Ermittlungen ins Rollen.
Bei dem zweiten, jetzt bekanntgewordenen Fall aus dem Landkreis Günzburg war eine Tochter zu Beginn der angeklagten Taten 16 Jahre alt, ihre ältere Schwester bereits volljährig. Aus Angst vor dem Vater gingen beide nicht zur Polizei.
Laut Anklage soll sich der Mann fast 200 Mal an seiner jüngeren Tochter vergangen haben - und ebenfalls knapp 200 Mal an der älteren. Die Frau erlitt zunächst eine Fehlgeburt und brachte im vergangenen Jahr einen Jungen zur Welt. Es war bereits ihr zweites Kind vom Vater, das erste bekam sie bereits 2006. Diese früheren Taten werden nach Angaben des Gerichts allerdings nicht mehr geahndet. Zur Anklage kommen nur Fälle ab Februar 2009. "Beischlaf zwischen Verwandten" ist nach fünf Jahren verjährt ist. Die Anklage lautet auf sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener.
Quelle: dpa
christa schrieb:
am 14. September 2011 um 20:35:56
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missbrauch
wie immer kommen die täter billig davon. wann gibt es endlcih ein gesetz das die verjährung in solchen fällen abschafft.
sexuellen missbrauch vergisst man sein leben lang nicht. bin selbst opfer. war damals 7 jahre alt. heute 54 jahre und vergesse diesen missbrauch nie,wenn ich auch keinen körperlichen schaden davon getragen habe, in gedanken werde ich immer und immer wieder missbraucht. eine lobby haben wir nicht. nur die täter in den augen der justiz.
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