13.11.2009, 14:35 Uhr | Von Juan Castro Olivera, AFP
Die Boa Constrictor frisst außer Insekten und Spinnen alle Tiere, die sie größenmäßig bewältigen kann (Foto: Imago)Die tropische Sonne lässt in Florida allerlei Getier gedeihen. Moskitoschwärme schwirren durch die feuchtwarme Luft, in den Sümpfen sind Alligatoren daheim. Riesenschlangen, die sich bis in die Vororte der Metropole Miami ausgebreitet haben, sind allerdings ein neues Phänomen. Es sind Menschen, die Boa Constrictors und Afrikanische Pythons nach Florida gebracht und damit eine ernsthafte Bedrohung für das einzigartige Ökosystem des südöstlichen US-Bundesstaats in die Welt gesetzt haben.
Der Wissenschaftler Gordon Rodda hat die Schlangenplage im Auftrag der Naturschutzbehörden von Florida untersucht und ist dabei zu einem alarmierenden Ergebnis gekommen: Die kriechenden Exoten vermehren sich explosionsartig, mehrere zehntausend Riesenschlangen haben sich in Florida angesiedelt, ihre Ausbreitung lässt sich kaum eindämmen. "Das Risiko für einheimische Arten und das Ökosystem liegt darin, dass die Schlangen schnell geschlechtsreif werden, viel Nachwuchs produzieren, weite Strecken zurücklegen und fast alle einheimischen Vögel und Säugetiere verspeisen", sagt Rodda.
Video: Wie sich die Schlangen in Florida ausbreiten:
Von Juan Castro Olivera, AFP
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