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Deutschland ist weltweit der beliebteste Staat
12.02.2009, 10:22 Uhr | beb, Spiegel Online
Das Ansehen Deutschlands ist im Vergleich zum Vorjahr sogar noch gestiegen (Quelle: dpa)Russland und China sind die Verlierer - Deutschland der große Gewinner: Eine Studie der BBC zeigt, dass der Einfluss der Bundesrepublik weltweit am positivsten bewertet wird. Seit 2008 ist das Ansehen sogar noch gestiegen.
Deutschland hat Einfluss auf die Geschicke der Welt - und im Vergleich mit anderen Ländern ist die Bundesrepublik dabei der weltweit beliebteste Staat. Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie im Auftrag der britischen BBC.
Foto-SerieSo angesehen sind die Staaten der Welt
Grafik Das Ergebnis der BBC-Studie
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Spitzenposition sogar noch ausgebaut
Deutschland hatte bereits im vergangenen Jahr bei der Umfrage die Spitzenposition eingenommen. In diesem Jahr verbesserte sich die Bewertung aber noch weiter: 61 Prozent aller Befragten finden den Einfluss der Bundesrepublik in der Welt positiv. Im Vorjahr waren es 56 Prozent. 15 Prozent verbanden mit der Bundesrepublik eher negative Empfindungen.
Kanada und Großbritannien auf den Plätzen
Kanada folgt mit 57 Prozent Zustimmung auf dem zweiten Platz. Großbritannien ist Dritter (56 Prozent). In Frankreich, Italien und Spanien liegt die Zustimmung zu Deutschland sogar bei etwa 80 Prozent.
USA trotz Obama weiter unbeliebt
Unbeliebt bleiben dagegen die USA - auch nach der Wahl von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten. Nur 40 Prozent der Befragten beschrieben das Ansehen des Landes als positiv, 43 Prozent haben ein schlechtes Bild. Allerdings stieg der Positivwert der USA gleich in sechs der 21 teilnehmenden Länder. Außerdem konnten sich die USA im Vergleich zu ihren globalen Rivalen Russland und China deutlich verbessern.
Russland fällt zurück
Sie überholen damit zum ersten Mal seit dem Jahr 2005 Russland, dessen Reputation nach dem Georgien-Krieg im August 2008 und dem jüngsten Gasstreit mit der Ukraine gelitten hat. Nur knapp ein Drittel der Studienteilnehmer hat jetzt ein positives Bild von Russland, der Anteil negativer Wertungen stieg sprunghaft um acht Punkte auf 42 Prozent.
Trend dreht sich um
Damit dreht sich ein Trend der vergangenen Jahre um. China und Russland hatten in den Vorgängerstudien erkennbar Boden gegenüber den beliebtesten Staaten gut machen können, während der Ruf der USA immer miserabler wurde. "Je mehr sich Russland wie die Sowjetunion benimmt, desto weniger scheinen es die Menschen außerhalb seiner Grenzen zu mögen", sagte Doug Miller vom Umfrageinstitut GlobeScan, das die Umfrage für die BBC durchgeführt hat.
China muss noch viel lernen
"Unsere Ergebnisse legen nahe, dass China noch viel lernen muss, wenn es darum geht, die Herzen und Köpfe der Menschen für sich zu gewinnen." Die Olympischen Spiele seien nicht ausreichend gewesen, um die zunehmende Sorge aufzuwiegen, mit der viele Menschen auf China blickten. 40 Prozent fanden Chinas Einfluss negativ und nur 39 Prozent positiv.
Iran und Pakistan ganz hinten
Deutsche bewerten Russlands und Chinas Rolle in der Welt dabei besonders kritisch: Hier erreichen beide Staaten nur einen Positivwert von zwölf beziehungsweise elf Prozent. Am schlechtesten schnitten bei der Umfrage wie im Vorjahr Iran (17 Prozent positiv), Pakistan (17 Prozent), Nord-Korea (20 Prozent) und Israel (21 Prozent) ab.
Ablehnung gegenüber Israel
In Deutschland haben 65 Prozent den Eindruck, dass von Israel ein eher schlechter Einfluss ausgeht. Nur noch neun Prozent der Deutschen bewerten das Land positiv - weniger, als in allen anderen befragten Staaten der Europäischen Union. Noch ablehnender sind lediglich Ägypter und Japaner gegenüber dem israelischen Staat eingestellt. Das Institut GlobeScan befragte für die Studie mehr als 13.000 Menschen in 21 Ländern.
beb, Spiegel Online