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Integrationspolitik: Alte Zahlen - guter Weg?

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Alte Zahlen - guter Weg?

30.01.2009, 14:38 Uhr

Streitthema Integration: Die deutsche Regierung sieht sich trotz einer alarmierenden Umfrage auf einem guten Weg (Quelle: dpa) Streitthema Integration: Die deutsche Regierung sieht sich trotz einer alarmierenden Umfrage auf einem guten Weg (Quelle: dpa)

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, hat eingeräumt, dass die Ergebnisse der gerade veröffentlichten Integrationsstudie dramatisch seien. Allerdings wies die CDU-Politikerin darauf hin, dass die Daten aus dem Jahr 2005 stammen. "Und das war auch der Hintergrund, weshalb wir gesagt haben: Wir steuern um in der Integrationspolitik", sagte Böhmer im ZDF-"Morgenmagazin".

Gerade aufgrund der schlechten Zahlen habe die Regierung im nationalen Integrationsplan einen Schwerpunkt auf die Bildung gesetzt. Bis 2012 soll damit das Bildungsniveau von Kindern aus Zuwandererfamilien auf dass deutscher Kinder gehoben werden.

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Viele Türken ohne Schulabschluss

Die Untersuchung des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, die bereits am Wochenende für Aufsehen gesorgt hatte, wird heute offiziell vorgestellt. "Der Spiegel" hatte vorab über die Ergebnisse berichtet. Danach sind Menschen mit türkischen Wurzeln deutlich schlechter in Deutschland integriert als andere Zuwanderergruppen. 30 Prozent der Türken und Türkischstämmigen haben demnach gar keinen Schulabschluss und nur 14 Prozent das Abitur. Böhmer rief deshalb zu verstärkten Anstrengungen bei der Bildung und Ausbildung türkischer Zuwanderer auf: "Bildung ist der Schlüssel für Integration."

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Zweifel an Untersuchung

Zweifel an der Studie äußerte der Islamwissenschaftler und Imam Bekir Alboga. Die negativen Werte bei Schulabschlüssen führt er darauf zurück, dass viele türkischstämmige Schüler in der Schule "mit diskriminierenden Lehrern zu tun gehabt" hätten. Gemessen an der seiner Meinung nach mäßigen staatlichen Förderung sei die Integration türkischstämmiger Menschen sehr erfolgreich, sagte Alboga in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er verwies darauf, dass in Deutschland viele erfolgreiche türkische oder türkischstämmige Unternehmer, Mediziner, Schauspieler, Autoren und Journalisten leben.

Gegen doppelte Staatsbürgerschaft

Im Zusammenhang mit einer besseren Integration sprach sie die Integrationsbeauftragte Böhmer sich im Übrigen gegen die immer wieder geforderte doppelte Staatsbürgerschaft aus. "Das klärt ja nicht: Wo gehöre ich eigentlich hin." Sie wolle, dass möglichst viele Zuwanderer die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben.


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Quelle: dpa , AFP

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