Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland > Gesellschaft >

Integrations-Debatte: CDU-Politiker fordern mehr Sanktionen

...

CDU-Politiker fordern mehr Sanktionen gegen Integrationsmuffel

06.09.2010, 11:28 Uhr

Integrationsmuffel kann man diese Deutsch-Schüler wohl nicht nennen.

Integrationsmuffel kann man diese Deutsch-Schüler wohl nicht nennen. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

In der Zuwanderungsdebatte fordern CDU-Politiker die konsequente Anwendung von Sanktionsmöglichkeiten gegen Integrationsmuffel. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte der "Leipziger Volkszeitung": "Zu unserer Politik gehören verpflichtende Integrationskurse und Einbürgerungstests. Für uns ist der Erwerb der deutschen Sprache Grundvoraussetzung für ein gelingendes Miteinander. Auch haben wir Sanktionsmöglichkeiten bei hartnäckiger Integrationsverweigerung geschaffen. Diese müssen konsequent angewandt werden."

Gröhe sagte zu der von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin ausgelösten Debatte: "Wir nehmen den Unmut über die zum Teil gravierenden Missstände im Zusammenleben von Deutschen und Zuwanderern sehr ernst. Wir werden unsere Integrationspolitik konsequent und beschleunigt fortsetzen, um Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen."

Mögliche Sanktion: Hartz-IV-Kürzungen

Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs sagte der "Rheinischen Post", die Sanktionsmöglichkeiten würden "noch nicht intensiv genug angewandt. Wenn etwa die Kinder nicht in die Kita oder die Schule geschickt werden, dann muss das mit Hartz-IV-Kürzungen sanktioniert werden."

Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) nahm auch ihre eigene Partei ins Visier. "Wir tun so, als ob wir uns das erste Mal damit befassen. Die Bundesregierung ist viel zu langsam und setzt nicht das um, was wir schon wissen", sagte sie dem Berliner "Tagesspiegel". Die CDU-Politikerin war von 2000 bis 2001 Vorsitzende der Unabhängigen Kommission Zuwanderung, von 2002 bis 2004 Vorsitzende des Sachverständigenrates für Zuwanderung und Integration.

Rita Süssmuth: Sarrazin sorgt für "Spaltung der Kulturen"

Süssmuth forderte eine Aufhebung des Anwerbestopps für Zuwanderer und einen Kriterienkatalog für Bewerber aus dem Ausland. "Deutschland braucht kreative Köpfe von außen. Qualifizierte Arbeitskräfte haben wir aber lange bewusst vom Arbeitsmarkt ferngehalten und stattdessen gesagt, sie würden sich nicht integrieren lassen", argumentiert die CDU- Politikerin. Deutschland brauche "eine nachhaltige Integration" und einen "Paradigmenwechsel hin zum Einwanderungsland". Sarrazin trage mit seinen Thesen zur "Spaltung der Kulturen" bei.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) distanzierte sich in scharfer Form von den Aussagen Sarrazins zur Integrationspolitik. Der Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider warf dem SPD-Mitglied im "Hamburger Abendblatt" vor, vulgär sozialdarwinistische Ansichten zu bedienen und damit dem Missbrauch Tür und Tor zu öffnen. Er finde es unverantwortlich, "wenn Thilo Sarrazin Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft pauschal beurteilt und verurteilt", sagte Schneider. "Da ist eine rote Linie überschritten und dagegen müssen wir uns mit aller Macht verwahren." Der EKD-Ratsvorsitzende forderte, an den bisherigen Integrationsbemühungen festzuhalten.

Linken-Vorsitzende sieht Ursache in Hartz-IV-Gesetzen

Die Vorsitzende der Linken, Gesine Lötzsch, sieht die Ursachen für Defizite bei der Integration von Migranten in den Hartz- IV-Gesetzen: "Die soziale Situation von vielen Migranten ist kein Schicksal, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Politik von Konservativen, Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen. Sie haben Gesetze wie Hartz IV beschlossen, die eine Integration in die hiesige Gesellschaft sowohl für Migranten als auch für viele Deutsche unmöglich machen", sagte Lötzsch der "Leipziger Volkszeitung".

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, warf Sarrazin im selben Blatt Rechtspopulismus und Stimmungsmache vor: "Offenbar lässt sich hierzulande mit üblem Rechtspopulismus, der gezielt Aufstachelung und Hetze gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe betreibt, leider immer noch Stimmung machen." Umso wichtiger sei es jetzt, "zu einer ernsthaften und sachlichen Debatte des Themas Integration zu kommen. Denn nur einseitig zu spalten und Emotionen zu schüren, hilft niemandem weiter."


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Integrations-Debatte: CDU-Politiker fordern mehr Sanktionen" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Integrations-Debatte: CDU-Politiker fordern mehr Sanktionen" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (117)

zum Forum

Thema: "Integrations-Debatte: CDU-Politiker fordern mehr Sanktionen"

Damokles schrieb: am 6. September 2010 um 15:16:51
(0) (0) Intgrationsmuffel
Wenn Integrationmuffel mir zu verstehen geben, daß die Amtssprache hier sowieso bald türkisch ist, dann muß ich leider
Alarmstufo ROT konstatieren. Auch sollte man den Koran kennen, wenn man hinter der Sorge um die deutsche Identität braune Suppe hochköcheln wähnt!
mehr Kommentar melden

ich1 schrieb: am 6. September 2010 um 15:13:02
(0) (0) Sarrazin
wir können hier diskutieren was wir wollen. das liest sowieso kein politiker. wenn dann müßt ihr die Parteien direkt anschreiben.
ich habs gemacht und anscheinend noch ein paar andere. also legt los, dann bewirken wir was.
mehr Kommentar melden

Basplayer schrieb: am 6. September 2010 um 15:12:28
(0) (0) Integrations-Debatte
Wer meine Wohnung betritt und sich nicht so benimmt wie ich es erwarte, der fliegt raus ! Ohne Debatte, dafür mit
Nachdruck. So einfach ist die Kiste. Mal darüber nachdenken, liebe Politiker.
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige