16.03.2006, 11:51 Uhr
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, hat die Sicherheitsüberprüfungen von 250.000 Fußball-WM-Helfern durch Polizei und Verfassungsschutz kritisiert. Dadurch gerieten auch unbescholtene Bürger ins Visier der Ermittlungsbehörden, sagte Schaar dem Radiosender HR-Info. "Man muss sich fragen, ob der große Datenstaubsauger wirklich geeignet ist, die Sicherheit bei der WM zu verbessern."
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BundeswehrSondereinsatz bei der WM
Vereine bürgen für ihre Helfer
Sinnvoller als pauschale Überprüfungen seien gezielte Kontrollen verdächtiger oder auch völlig unbekannter Personen, sagte Schaar. Die Überprüfung langjähriger Mitarbeiter von Fanprojekten habe dagegen kaum Sinn. Zudem könnten Fußballvereine oder DFB für ihre Helfer bürgen, so dass diese dann nicht mehr überprüft werden müssten.
Kritik an Videoüberwachung
Die Sicherheitschecks sind Thema beim zweitägigen Treffen der Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern in Magdeburg. Sie diskutieren auch, ob Plätze, auf denen WM-Spiele auf Großbildleinwänden zu sehen sind, mit Videotechnik überwacht werden sollen. Diese Kameraüberwachung, für die die private Veranstalter zuständig sein sollen, wird von Datenschützern ebenso kritisch gesehen wie die Sicherheitsüberprüfungen.
Quelle: dpa
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