Thüringens Innenminister Karl Heinz Gasser (Quelle: dpa)Thüringens CDU-Innenminister Karl Heinz Gasser ist von seinem Amt zurückgetreten. Ministerpräsident Dieter Althaus habe Gassers Rücktrittsgesuch am Dienstag angenommen, teilte die Staatskanzlei in Erfurt mit.#
Gerangel um Polizeireform
Das MDR-"Thüringen Journal" berichtet, dass Querelen um die Polizeireform Optopol der Grund für Gassers Ausscheiden seien. Der 64-Jährige habe sich am Dienstagmorgen mit Althaus getroffen und anschließend nicht an der Kabinettssitzung teilgenommen, berichtete das Magazin.
Heftige Kritik an Gasser
Gasser war für seine Pläne auch in der eigenen Partei stark kritisiert worden. Strittig waren die künftige Zahl der Polizeidirektionen und der geplante Stellenabbau. Zudem wurde sein Führungsstil als unnachgiebig kritisiert.
Frühere Karriere als Verwaltungsrichter
Der frühere hessische Verwaltungsrichter Gasser war nach der Wiedervereinigung im November 1990 in das Thüringer Justizministerium als Staatssekretär berufen worden. Dort habe er das Justizwesen im Freistaat mit aufgebaut, sagte Althaus.
Seit 2004 Innenminister
1994 übernahm Gasser die Position des Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium, bevor er ein Jahr später zu einer Rechtsanwaltskanzlei des heutigen hessischen Innenministers Volker Bouffier wechselte. Im Oktober 2002 kehrte er als Justizminister in das Thüringer Kabinett zurück und übernahm 2004 das Innenressort.