12.02.2010, 11:06 Uhr
Politbarometer: Die schwarz-gelbe Koalition verliert immer mehr an Zustimmung (Foto: imago)Zunehmend mehr Menschen geben der neuen Bundesregierung schlechte Noten. Knapp 100 Tage nach dem Start der schwarz-gelben Koalition ist der Anteil der Zufriedenen und der Enttäuschten laut ZDF-Politbarometer fast gleich hoch - am Anfang der Regierungszeit hatten die Zufriedenen mit 50 zu 30 noch deutlich überwogen. Aktuell bescheinigen 46 Prozent der Befragten der Regierung eine schlechte Arbeit, bei 48 Prozent fällt die Bilanz positiv aus.
Angesichts der Spendenvorwürfe gegen FDP und CSU glauben 70 Prozent, dass die neue Koalition hauptsächlich Klientelpolitik betreibt. Nur jeder Vierte (26 Prozent) sieht das Wohl aller im Mittelpunkt des Regierungshandelns. Wenige Tage vor der Umfrage waren vor allem die FDP, aber auch die CSU in die Kritik geraten, weil ein Zusammenhang zwischen hohen Spenden aus dem Umfeld eines Hotelunternehmers und der maßgeblich von FDP und CSU betriebenen Senkung der Mehrwertsteuer für Hotels hergestellt wurde. Auch in den Reihen der Unions- und FDP-Anhänger ist der Vorwurf der Klientelpolitik sichtbar: 46 Prozent der CDU/CSU-Wähler sind überzeugt, dass die Regierungspolitik vor allem von der Vertretung einzelner Interessen bestimmt ist. Beim FDP-Anhang sind es 64 Prozent.
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Quelle: dpa
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