16.01.2012, 15:29 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Bukarest (dpa) - Satte 24 Prozent Mehrwertsteuer müssen die Rumänen mittlerweile zahlen. In dem EU-Land wächst der Widerstand gegen die Sparpolitik der bürgerlichen Regierung. Immer mehr Städte schließen sich den Protesten an.
Nach den Krawallen vom Sonntagabend in Bukarest versammelten sich am Montag erneut hunderte Menschen am Universitätsplatz der rumänischen Hauptstadt. Es protestierten vor allem Rentner und Studenten. Dutzende Demonstranten versammelten sich zudem in der westrumänischen Stadt Timisoara (Temeswar). Auch in Craiova und Constanta am Schwarzen Meer gab es Kundgebungen.
Ministerpräsident Emil Boc verurteilte die Gewaltausbrüche vom Sonntagabend. Er äußerte zugleich Verständnis für die Empörung der Demonstranten. "Für Dialog gibt es weiten Raum, aber keinen Raum für Gewalt", sagte Boc. Die Sparpolitik der vergangenen zwei Jahre habe die Konjunkturdaten Rumäniens verbessert, jedoch sei dies "nicht von Heute auf Morgen" für die Menschen zu spüren.
Bei den gewaltsamen Kundgebungen am Sonntagabend waren mindestens 51 Menschen verletzt worden, darunter vier Polizisten. 29 Randalierer wurden abgeführt. Die Proteste hatten am vergangenen Donnerstag begonnen und am Freitag auch die Hauptstadt erreicht. In Bukarest kam es am Sonntag den dritten Tag in Folge zu Ausschreitungen.
Der Protest richtet sich gegen die Sparmaßnahmen, die das Mitte-Rechts-Kabinett von Ministerpräsident Emil Boc in den vergangenen zwei Jahren durchgesetzt hat. Der Volkszorn gilt auch dem Staatschef Basescu, dem zunehmend autoritäres Verhalten vorgeworfen wird.
Mit dem Sparprogramm will das von der Finanzkrise betroffene EU-Land Auflagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) erfüllen. Renten wurden eingefroren und die Beamtenlöhne gekürzt. Zudem erhöhte die Regierung die Mehrwertsteuer von 19 auf 24 Prozent.
Quelle: dpa
rallllu schrieb:
am 16. Januar 2012 um 20:55:49
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rumaenien
es ist schwer zu verstehen was da abgeht. randalierer??? so nennen wir jetzt menschen die um freiheit und gerechtigkeit kämpfen???
den menschen dort geht es wirklich schlimm. wir sollten sie unterstuetzen und net blöd reden
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Rose schrieb:
am 16. Januar 2012 um 20:27:54
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Freiheitskämpfer ?
Wer gegen gegnerische Regierungen der Amiis und uns ist ,wird als Freiheitskämpfer bezeichnet und wer gegen
Regierungen oder Dispoten(z.B.: Saudi Arabien ) ist ,die uns wohlgesonnen sind ,ist ein Terrorist !
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Jens schrieb:
am 16. Januar 2012 um 18:43:38
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@ Roter
Diese Doppelmoral sieht man oft! Wenn Aufständische gegen ein vom Westen verbündetes Regime (z.B. Afghanistan) vorgehen dann sind
sie Terroristen. Gehen Aufständische aber in der gleichen Art und Weise gegen ein dem Westen ehre feindlich gesinntes Regime (z.B. Syrien) vor dann sind es Freiheitskämpfer. Man wird überall belogen! In jeden System! Das ist leider die bittere Wahrheit!
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