29.12.2011, 09:07 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Berlin (dpa) - Alkohol- und Medikamentensucht bei älteren Menschen entwickelt sich aus Sicht der Bundesregierung zu einem immer größeren Problem. Schätzungsweise 400 000 Senioren über 60 Jahre konsumieren zu viel Alkohol.
Darauf machte die Drogenbeauftragte der Regierung, Mechthild Dyckmans (FDP), in der "Frankfurter Rundschau" (Mittwoch) aufmerksam. Zudem zeigten Untersuchungen, dass jeder siebte Pflegebedürftige, der zu Hause oder in einem Heim betreut wird, Alkohol- oder Medikamentenprobleme habe. Wegen der alternden Gesellschaft würden diese "alarmierenden Zahlen" in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen, warnte Dyckmans. Die Regierung prüft zudem weitere Verbote für Zigarettenwerbung.
Sucht im Alter werde ein neuer Schwerpunkt in der Drogen- und Suchtpolitik sein, kündigte Dyckmans an. Dafür wird gerade eine neue Strategie erarbeitet. Ärzte, Apotheker und Pflegepersonal müssten ins Boot geholt werden. Problematisch sei vor allem, dass viele Senioren Schlaf- und Beruhigungsmittel nähmen. Eine gefährliche Folge könnten Stürze sein. "Durch die Kombination von Alkohol und Medikamenten kommt es zu einer Potenzierung der Wirkung und zu einer hohen Suchtgefahr", sagte die FDP-Politikerin. Sie verwies auf Fälle, bei denen Patienten täglich 15 verschiedene Präparate nähmen.
Die Drogenbeauftragte unterstützte einen Vorstoß aus dem Haus von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), Tabakwerbung auf Plakaten und im Kino zu verbieten. "Insbesondere bei der Plakataußenwerbung ist ein Werbeverbot im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes aus meiner Sicht wünschenswert", sagte Dyckmans. Hintergrund ist eine Konvention der Weltgesundheitsorganisation WHO, wie ein Sprecher Aigners am Mittwoch in Berlin erläuterte. In der Bundesregierung laufen derzeit Gespräche dazu, hieß es vom Gesundheitsministerium.
Quelle: dpa
ULLI schrieb:
am 28. Dezember 2011 um 18:54:56
(22)
(2)
UND WARUM IST DAS WOHL SO ? !!
weil viele finanzielle Sorgen haben, auch kommt der Arbeitsdruck dazu,und im Rentenalter haben sie keine Kraft
mehr , aus dem Dilemma rauszukommen, Ärzte verschreiben zu schnell PILLEN und sonst passiert NICHTS,- da darf NICHT weggeschaut werden, diese Menschen brauchen HILFE und sehr viel UNTERSTÜTZUNG um es vielleicht im Griff zu bekommen....!
mehr
Kommentar melden
Manfred schrieb:
am 28. Dezember 2011 um 17:54:05
(18)
(3)
Immer mehr ältere Menschen
Nach meinen Beobachtungen in meinem großen Verwandten- und Bekanntenkreis haben auch die Ärzte einen großen
Teil Schuld. Sie verschreiben bei den kleinsten Wehwechen die stärksten Arzneimittel, anstatt den Patienten zu raten, sich gesund zu ernären, sich an der frischen Luft zu bewegen oder im Sportverein neben dem Sport auch die Gesellichkeit zu pflegen. Vom Herumsitzen daheim wird man freilich krank und zum Säufer.
mehr
Kommentar melden
Gerd schrieb:
am 28. Dezember 2011 um 16:05:10
(27)
(0)
alt werden
Großfamilien die emotionalen Schutz bieten gibt es in Deutschland leider nur noch in Zuwandererkreisen. Unter der deutschen
Bevölkerung ist die familiäre Kohäsion, wenn überhaupt, nur noch latent vorhanden. Verständnis für die Alten gibt es nicht mehr - umgekehrt ist es aber leider auch so. Auch die Religion, die zuweilen Halt gab, ist durch breit ausgewalzte Skandale in Misskredit geraten. Wen wundert also die Situation und wer ändert das?
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de