02.08.2011, 16:54 Uhr
Die UNO hat vor einem raschen Ausweiten der Hungersnot in Somalia auf weitere Regionen des Landes gewarnt. Zehntausende Menschen seien bereits gestorben und hunderttausende weitere seien vom Hunger bedroht. Das habe Konsequenzen für die gesamte Region. Vor allem Kinder und Frauen ergehe es schlecht, da ihnen die teils wochenlangen Fußmärsche die Kräfte raubten.
Selbst wenn sie es bis zu den Flüchtlingslagern schaffen, sind die Menschen oft so entkräftet, dass sie nicht mehr lange leben. Susanne Anger, Sprecherin von "Gemeinsam für Afrika" - einem Bündnis von 25 Hilfsorganisationen - sagte t-online.de, oft kämen Frauen an, die Babys auf dem Rücken trügen, die unterwegs gestorben seien.
Besonders der Strom verzweifelter Flüchtlinge aus dem Süden Somalias nach Mogadischu reißt nicht ab. Die Zahl hungernder Menschen, die täglich in der Hauptstadt ankämen, steige weiter "drastisch", berichtete das BBC Radio. Allein im vergangenen Monat hätten 12.000 unterernährte Kinder die Ernährungszentren der Vereinten Nationen in Mogadischu aufgesucht, 30 Prozent mehr als noch im Vormonat.
Betroffen von der Dürre sind neben Somalia auch Äthiopien, Kenia, Dschibuti, Uganda und der Sudan. Sollte es nicht gelingen, die Krise sofort unter Kontrolle zu bringen, "könnte sie sich auf fünf oder sechs weitere Regionen ausbreiten", sagte die Leiterin der humanitären Einsätze der UNO, Valerie Amos. Die UNO hatte vor rund zwei Wochen bereits für zwei südliche Regionen Somalias, Bakool und Lower Shabelle, eine offizielle Hungersnot erklärt.
Situation in Somalia wird immer dramatischer. Nach Wochen der Dürre regnet es nun viel zu heftig. zum Video
Die internationale Gemeinschaft habe für die Hungernden am Horn von Afrika bereits eine Milliarde Dollar zugesagt, nötig seien aber weitere 1,4 Milliarden Dollar, "um Leben zu retten", sagte Amos.
Die Hungersnot am Horn von Afrika ist nach Einschätzung der Afrikanischen Entwicklungsbank auch eine Folge des anhaltenden Bürgerkriegs in Somalia. "Der Mittelpunkt der Krise liegt in den Teilen Somalias, die nicht funktionieren", sagte Bankchef Donald Kaberuka. Er bemängelte ein "kollektives Versagen, den Bürgerkrieg in Somalia zu beenden" und rief die Weltgemeinschaft zu schneller Hilfe für die friedlichen Teile des Landes auf.
Auch die zur Friedenssicherung in Somalia eingesetzte AMISOM-Truppe der Afrikanischen Union brauche weitere Unterstützung. "AMISOM fehlt es an Personal, sie ist unzureichend ausgestattet und hat nicht genügend logistische Unterstützung", sagte der frühere ruandische Finanzminister.
Ein großer Teil Somalias ist seit einem Staatsstreich im Jahr 1991 der Kontrolle der Regierung entzogen. Die beiden Regionen Bakool und Lower Shabelle im Süden des Landes, für welche die Vereinten Nationen vor rund zwei Wochen offiziell eine Hungersnot erklärt hatten, werden der radikalislamischen Shebab-Miliz kontrolliert. Sie hat Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida.
Insgesamt sind von der Krise am Horn von Afrika nach UN-Angaben über zwölf Millionen Menschen betroffen. In den vergangenen Wochen starben demnach bereits zehntausende Menschen an den Folgen der schwersten Dürre seit 60 Jahren.
Konto: 400 400 508
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Stichwort: "Ernährungskrise am Horn von Afrika"
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BLZ: 37020500
Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de
Stichwort: "Nothilfe Horn von Afrika"
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BLZ 37020500
Internet: www.unicef.de
Stichwort: "Ostafrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 102030
BLZ 37020500
Internet: www.aktion-deutschland-hilft.de
Stichwort: "Dürre Ostafrika"
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Internet: www.welthungerhilfe.de
Quelle: t-online.de , AFP
e.m.aue schrieb:
am 2. August 2011 um 19:18:55
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hungersnot
das ist doch hausgemacht. neben der hilfe muss eine straffe geburtenkontrolle durchgesetzt werden, sonst produzieren wir die
vergrößerung der hungersnot..
in der natur, der wir uns unterordnen sollten, kann nur überleben, was auch ernährt werden kann. das sterben der menschen ist eigentlich ein natürliches anpassungsverfahren der natur, und leider für uns zwar grausam, aber nur so ist die welt im lot zu halten.
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rote zora schrieb:
am 2. August 2011 um 18:50:44
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Zahlreiche Menschen sterben auf langen Fußmärschen
Mindestens 1,5 Billionen jährlich für die Rüstung und es fehlen 1,4 Mlilliarden um
die Hungersnot von Menschen zu lindern, wer will das verstehen ?
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user1 schrieb:
am 2. August 2011 um 18:39:34
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Hunger
Gestern habe ich im TV gesehen, daß ein Familienvater seine Ration für die ganze Familie erhalten hat. Und als er diese hatte und
sich auf den Weg zu seinem Zelt gemacht hat, wurde er von Leuten angesprochen, denen einen Teil dieser Ration zu verkaufen. Diese machen dann damit noch ein richtig gutes Geschäft, und die Familie hungert weiter. Wie soll dieser Kreis durchbrochen werden? Es ist furchtbar, aber können wir was ändern??
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