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Hungersnot in Afrika: In Afrika sterben sogar die Hyänen

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In Afrika sterben sogar die Hyänen

28.07.2011, 12:27 Uhr

Hunger in Afrika: Kaum Chancen zu überleben haben viele Kinder in Somalia (Foto: Reuters)

Hunger in Afrika: Kaum Chancen zu überleben haben viele Kinder in Somalia (Foto: Reuters)

Die verheerende Dürre am Horn von Afrika bedroht laut den Vereinten Nationen elf Millionen Menschen - darunter 500.000 Kinder. Seit Jahren hat es in der Region nicht mehr geregnet. Vor allem Kenia, Äthiopien und Somalia sind betroffen. Die Internationale Gemeinschaft bemüht sich um Hilfe. Dennoch verschlechtert sich die Lage Tag für Tag dramatisch.

Raho Jimale blieb am Ende kein anderer Ausweg als die Flucht, um ihre drei Kinder zu retten. In ihrer Heimat in Somalia war die Ernte auf dem Feld verdorrt, ihre Ziegen waren verhungert und ihr Mann war vor drei Monaten auf der Suche nach Wasser fortgegangen und niemals wiedergekehrt. "Wir hatten nichts zu essen, wir mussten etwas essen", sagt die Frau und klammert sich an eine Dose mit Keksen.

Am Ende des Artikels finden Sie Spendenkonten!

Nach einer Woche Fußmarsch mit ihren Kindern durch den Staub und die Hitze Südsomalias hat sie schließlich das Flüchtlingslager Kobe nahe dem äthiopischen Städtchen Dolo Ado erreicht.

"Die Lage ist furchtbar"

In dem Camp gibt es Essen, doch viele der Flüchtlinge sind von den langen Fußmärschen so erschöpft, dass sie kurz nach ihrer Ankunft sterben. "Dass sie in einem solch verzweifelten Zustand ankommen und selbst trotz medizinischer Nothilfe nicht zu retten sind, zeigt, wie furchtbar die Lage ist", sagt Joe Belliveau von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF). Mit täglich 7,4 Todesfällen pro 10.000 Menschen ist die Sterblichkeitsrate in dem Lager so hoch wie kaum irgendwo sonst auf der Welt.

Die schlimmste Dürrekatastrophe seit 60 Jahren

Rahmo Mohammed hat vor drei Wochen ihre Heimat in Somalia verlassen, um ihren dreijährigen Sohn Saeed zu retten. Er ist stark unterernährt, doch trotz der Versorgung durch die MSF, die in dem Lager unweit der somalischen Grenze rund 2200 Kinder betreut, hat sich sein Zustand verschlechtert. Sein Körper ist so stark geschwächt, dass er keine Medikamente verträgt. "Es geht ihm noch schlechter", sagt seine etwa 30-jährige Mutter. "Auch wenn sie ihm Medizin geben, nimmt er sie nicht."

Mehr als zwölf Millionen Menschen sind am Horn von Afrika von der schlimmsten Dürrekatastrophe seit 60 Jahren betroffen. 78.000 Menschen sind in den vergangenen zwei Monaten aus Somalia nach Kenia und Äthiopien geflohen. In beiden Ländern sind die Flüchtlingslager längst überfüllt, doch täglich kommen weitere Menschen. In Äthiopien will das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR kommende Woche ein viertes Lager eröffnen. Am Mittwoch erklärte die UNO zwei Provinzen im Süden Somalias offiziell zu Hungergebieten.

Durch die schlimmste Dürre seit 60 Jahren leiden mittlerweile mehr als elf Millionen Menschen in Somalia an Hunger.

"Seit 2006 hat es nicht mehr geregnet"

Doch auch im Norden Kenias leiden die Menschen. "Seit 2006 hat es nicht mehr geregnet", sagt der Lehrer Adan Mohammed in dem Dorf Lokuta. "Meine jüngeren Schüler haben seit ihrer Geburt noch keinen Tropfen Wasser vom Himmel fallen sehen." Das UN-Welternährungsprogramm verteilt in der Region Nahrungsmittel, doch es reicht nicht für alle - schon gar nicht für die Tiere. "Ich hatte einst 200 Ziegen, doch nun sind es nur noch 40", sagt Abdi Seikh Musa, ein älterer Hirte aus dem Dorf Elaada in der verdorrten Ebene an der Grenze zu Somalia.

Am Rande der sandigen Straßen liegen verendete Kühe, deren Fleisch so vertrocknet ist, dass nicht einmal Geier es fressen wollen. Selbst wilde Tiere finden keine Nahrung mehr, und in den Büschen wurden schon die Kadaver von Hyänen und Giraffen gesehen. "Vor der Katastrophe konnten wir eine Kuh verkaufen, um die Schuluniformen unserer Kinder zu bezahlen", sagte Musa und blickt traurig auf das verdorrte Gerippe eines Rinds. "Doch heute sind wir ganz auf die Hilfe anderer angewiesen."

Helfen Sie mit!

Spendenkonten:

Ärzte ohne Grenzen
Stichwort: "Ernährungskrise am Horn von Afrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 97097
BLZ: 37020500
Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de

CARE
Stichwort: "Dürrekatastrophe Horn von Afrika"
Sparkasse KölnBonn
Konto 44040
BLZ 37050198
Internet: www.care.de

Unicef
Stichwort: "Nothilfe Horn von Afrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 300000
BLZ 37020500
Internet: www.unicef.de

Aktion Deutschland Hilft (Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen)
Stichwort: "Ostafrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 102030
BLZ 37020500
Internet: www.aktion-deutschland-hilft.de

Welthungerhilfe
Stichwort: "Dürre Ostafrika"
Sparkasse KölnBonn
Konto 1115
BLZ 37050198
Internet: www.welthungerhilfe.de


Quelle: AFP

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Kommentare (328)

zum Forum

Thema: "Hungersnot in Afrika: In Afrika sterben sogar die Hyänen"

Riff schrieb: am 22. Juli 2011 um 14:59:54
(0) (0) Afrika sterben
@Peter § Sie wollen hier wirklich die Jarhunderte lange ausbeutung des Afrikanischen Kontinetes als Chance für die
Afrikaner zur Entwiklung verkaufen, anscheinend haben Sie noch nie ein Geschichtsbuch von Innen gesehen. Das einzige was Engländer,Deutsche,Holländer,Franzosen,Belgier Afrika gebracht haben war ausbeutung und vieleicht ein bischen Kultur. Ausnahmsweise kommen die Deutschen hier noch am besten weg, die haben in Ihren Kolonien noch am wenigsten gewütet.
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Kay schrieb: am 22. Juli 2011 um 14:53:16
(0) (0) Unglaublich
Da werden wieder Milliaraden an die Griechen gespendet, während an anderer Stelle Menschen elendig verrecken müssen. Einfach
nur peinlich dieses Land!!!
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Gnorrog schrieb: am 22. Juli 2011 um 14:51:46
(0) (0) sinnlos
Jede Spende ist sinnlos ! Wer glaubt das dort unten etwas davon ankommt der kann auch weiter auf den Weihnachtsmann hoffen. Geld für
Waffen haben diese Staaten doch auch oder ?? Für ihre Bürgerkriege die seit jahrzehnten toben kaufen sie doch für Miliardenbeträge Waffen in Deutschland und Europa. Mit Geld hilft man den Menschen da unten nicht. Einzig die Abschafung unserer momentanen Weltgesellschaftsordnung hin zu einer gleichverteilung und ausgeglichen solidarisch geprägten Weltordnung hilft !
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