24.08.2011, 15:33 Uhr
Hungersnot in Afrika: Ausgemergelt wartet eine Frau in Mogadischu mit ihrem kleinen Kind auf Lebensmittel (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Hilfsorganisationen, allen voran die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), sind frustriert über die mangelhafte Hilfe angesichts der schwersten Dürre seit 60 Jahren in Ostafrika. Ein Problem sind die spärlich fließenden Mittel der Weltgemeinschaft; ein anderes: Laut UNO blockieren islamistische Milizen die Hilfslieferungen für die Hungernden im Süden Somalias.
"Es ist inakzeptabel, dass heutzutage mehr als zwölf Millionen Menschen zu verhungern drohen", schimpfte FAO-Chef Jacques Diouf zu Beginn einer Konferenz in Rom zu der Dürrekatastrophe. Wenn nicht mehr Geld für die Bekämpfung der Krise bereitgestellt werde, werde die Hungersnot die internationale Gemeinschaft "erneut beschämen".
Die FAO rief dazu auf, nicht nur kurzfristige Nothilfe bereitzustellen, sondern auch längerfristig Viehzüchtern und Ackerbauern bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu helfen. Dürren seien "nicht neu in dieser Region, doch wahrscheinlich werden wegen des Klimawandels ihre Intensität, Schwere und Häufigkeit in den kommenden Jahren zunehmen", warnte Diouf.
Bei der Konferenz in Rom wollen Vertreter der UNO und ihrer Mitgliedsstaaten auf Einladung der FAO über das weitere Vorgehen beraten. Nicht nur Somalia, auch Kenia und Äthiopien sind seit Monaten von der schweren Dürre betroffen. In Somalia starben bereits Zehntausende Menschen, Hunderttausende flohen in die Nachbarländer. In die somalische Hauptstadt Mogadischu haben sich mehr als 100.000 Menschen geflüchtet.
Anfang August hatte sich die radikalislamische Shebab-Miliz aus der Hauptstadt zurückgezogen. Sie kämpft seit Jahren gegen die international anerkannte somalische Übergangsregierung und kontrolliert weite Teile des Landes, auch von der Hungersnot betroffene Gebiete. Ausländische Hilfsorganisationen hatte die Miliz vor zwei Jahren aus den von ihr kontrollierten Landesteilen verwiesen.
Der deutsche Leiter des UN-Welternährungsprogramms (WFP), Ralf Südhoff, warf den islamistischen Milizen deshalb vor, die internationale Hilfe für die Hungernden im Süden des Landes nach wie vor weitgehend zu blockieren. Im SWR sagte Südhoff, lediglich im Südwesten Somalias und im Raum Mogadischu habe die Hilfe ausgeweitet werden können. Dagegen hätten die Hilfsorganisationen im Süden Somalias "immer noch sehr geringen Zugang" zu den Hungernden.
Möglicherweise können islamische Länder bei den islamistischen Milizen mehr erreichen als westliche Hilfsorganisationen. Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) jedenfalls hatte am Mittwoch in Istanbul beschlossen, gut 240 Millionen Euro an Hilfen für Somalia bereitzustellen. Im Anschluss flog der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan nach Somalia. Der Regierungschef will mit seiner Frau und vier seiner Minister in Mogadischu unter anderem ein Flüchtlingslager und ein Krankenhaus besuchen, um sich ein Bild von der Verteilung türkischer Hilfsgüter zu machen.
Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnen unterdessen vor einer Ausbreitung der Cholera und anderer lebensgefährlicher Durchfallerkrankungen. In den somalischen Regionen Banadir, Bay, Mudug und Lower Shabelle seien bereits zahlreiche Cholera-Fälle bestätigt worden.
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Quelle: AFP , dapd
Knut schrieb:
am 19. August 2011 um 21:18:17
(36)
(14)
"Hungersnot in Afrika: Hilfe reicht nicht aus und wird blockiert"
Die Kinder tun mir leid. Allerdings frage ich mich, wie die armen
verhungerten Leute es immer wieder noch schaffen und überhaupt noch ein Interesse daran haben, sich zu vermehren.
Eigentlich, wenn es mir körperlich schlecht geht, habe ich doch gar kein Interesse mehr an Sex - da habe ich andere Sorgen. Und das nenne ich das Grundproblem!
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mannix schrieb:
am 19. August 2011 um 21:15:28
(41)
(9)
Hilfe reicht nicht aus .....
Wahrscheinlich reichen die Spenden nicht aus um den riesigen Verwaltungsapparat der Hilfsorganisationen zu
finanzieren . Die hungernden Menschen in Afrika sehen doch am wenigsten davon . Und weil das so ist spende ich nicht .
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Alfred schrieb:
am 19. August 2011 um 21:12:34
(40)
(11)
Spenden
für Kondome um die Überbevölkerung dort einzudämmen?
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