01.09.2011, 14:51 Uhr
Mädchen in einem Flüchtlingslager an der somalisch-äthiopischen Grenze (Quelle: Reuters)
Brüssel will die Friedens- und Sicherheitspolitik in Afrika mit weiteren 300 Millionen Euro unterstützen. Das Geld für die Jahre 2011 bis 2013 gehe an die Afrikanische Union (AU) und andere regionale Organisationen, teilte die EU-Kommission mit.
Die afrikanischen Organisationen entscheiden selbst, in welche ihrer Missionen die Mittel fließen. Die EU kontrolliere aber, dass das Geld nicht für Waffen ausgegeben werde, sagte eine Sprecherin von Entwicklungskommissar Andris Piebalgs.
In der Vergangenheit sei mit den Mitteln aus Brüssel namentlich der AU-Einsatz in Somalia mitfinanziert worden, teilte die Kommission weiter mit. Davon wurden unter anderem Medizin und Unterbringung der Truppen finanziert, welche die gegen islamistische Rebellen kämpfende somalische Übergangsregierung unterstützen. Der AU-Einsatz in Somalia hat auch ein Mandat für die Sicherung humanitärer Hilfe an die notleidende Bevölkerung.
Neben konkreten Missionen sind die EU-Mittel auch für die Etablierung von Institutionen in Afrika gedacht, die auf lange Sicht eine friedliche Konfliktaustragung ermöglichen. Nach Schätzungen leben mehr als 200 Millionen Afrikaner in Konfliktgebieten. Die Konflikte untergraben die Bemühungen für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, erklärte der federführende EU-Kommissar Piebalgs. Aus dem jetzt neu gefüllten Topf für Frieden und Sicherheit wurden seit 2003 rund 720 Millionen Euro ausgezahlt.
Teile Ostafrikas leiden derzeit unter der schwersten Dürre seit 60 Jahren. In Somalia droht 390.000 Kindern der Hungertod. Nach UN-Angaben starben im Zentrum und Süden des Landes bereits tausende Menschen an Hunger, Hunderttausende weitere flohen in die Nachbarländer. Verschärft wird die Situation durch den anhaltenden Bürgerkrieg. Insgesamt sind in Somalia, Äthiopien, Eritrea, Dschibuti, Kenia und Uganda 12,4 Millionen Menschen von der Dürre betroffen.
In den Dürregebieten Kenias kommt es im Kampf um die knappen Ressourcen unterdessen immer häufiger zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Gemeinden. Besonders Schulen im North Rift Valley sind von den Angriffen betroffen: Ziel der Überfälle seien häufig die Lebensmittelvorräte, die dort für Schulspeisungen gelagert werden, teilte das Kinderhilfswerk World Vision mit.
Deshalb hätten manche Schulen schon zu drastischen Gegenmaßnahmen gegriffen und zum Beispiel tiefe Gräben um die Gebäude gezogen. Einige Lehrer gingen nur noch bewaffnet in den Unterricht, hieß es. "Aber das reicht nicht, um die Schulen sicherer zu machen", sagte Rose Tum, Konfliktberaterin der Organisation. "Kurzfristig müssen mehr Polizisten eingesetzt werden. Langfristig müssen die Gründe für die extreme Armut im North Rift Valley beseitigt werden."
Direkte Auswirkungen haben die Übergriffe dabei auf die Kinder selbst: Wenn sie nicht zum Unterricht gehen können, leidet darunter nicht nur die Ausbildung, sondern oft ist die Schule auch der einzige Ort, an dem sie eine tägliche Mahlzeit bekommen. Wenn sie die Schulspeisungen verpassen, droht ihnen schnell Unterernährung.
Quelle: AFP , dpa
ernst schrieb:
am 1. September 2011 um 15:03:06
(3)
(0)
Hunger-----Fleisch
Das Fleisch der Reichen, frisst das Brot der Armen ....Unser Vieh wird mit Getreide aus der ganzen Welt gemästet.
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