28.07.2011, 13:54 Uhr
Hungerkatastrophe in Afrika: Somalische Frau mit ihrem halb verhungerten Kind; Tausende suchen verzweifelt Hilfe in den Flüchtlingscamps (Fotos: AP)
Der Flüchtlingsstrom von Hungernden vor allem aus Somalia in die Camps in Kenia und Äthiopien reißt nicht ab. Manche sind bei Eintreffen in den Camps so schwach, dass sie mit dem Tropf ernährt werden müssen. In manchen Gebieten Somalias, wo die Dürre die schlimmsten Folgen hat und Milizen die Hilfe nicht zu den Menschen lassen, stirbt in diesen Tagen alle sechs Minuten ein Kind.
Am Ende des Artikels finden Sie Spendenkonten!
Diese Schätzung gab das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, bekannt. Noch immer kämen "Hunderte, wenn nicht sogar Tausende" täglich im kenianischen Dadaab an, berichtete Mitarbeiter Christopher Tidey. Mit inzwischen fast 400.000 Menschen ist es das größte Flüchtlingslager der Welt.
Der UNICEF-Mann besuchte am Samstag in Dadaab eine Klinik für schwer unterernährte Kinder. "Viele von ihnen sind so schwach, dass sie nicht einmal mehr die Kraft haben, Essen herunterzuschlucken und deshalb intravenös ernährt werden müssen", sagte er. "Ich habe einen dreijährigen Jungen gesehen, Aden, der nur fünf Kilo wog."
Unterdessen wird in der äthiopischen Region Dolo Ado an einem vierten Flüchtlingslager gearbeitet. Es soll weiteren 60.000 Menschen Platz bieten, nachdem die ersten drei Camps mittlerweile ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hätten, teilte das UN-Flüchtlingskomittee UNHCR mit. "Es wird erwartet, dass die ersten Flüchtlinge bereits in der nächsten Woche vom Transitzentrum in das neue Lager Hilaweyn umziehen können", hieß es dort.
Allein in der vergangenen Woche seien mehr als 7000 Zelte sowie Haushaltsutensilien wie Decken und Kochtöpfe für 50.000 Menschen nach Dolo Ado gebracht worden. Weitere 3000 Zelte würden kommende Woche erwartet, erklärte das UNHCR.
Ein Journalist des arabischen Senders Al-Dschasira berichtete vor Ort, dass die Helfer täglich tonnenweise Reis kochen und 200 Ziegen schlachten würden. "Das reicht zwar bei weitem nicht aus, ist aber immer noch mehr, als die Menschen in ihrem Heimatland Somalia bekommen würden", sagte er.
Die Europäische Union teilte derweil mit, ihre Millionenhilfen für die Hungernden am Horn von Afrika aufzustocken. EU-Kommissarin Kristalina Georgieva sagte zu Beginn ihrer Reise nach Kenia, dass Brüssel weitere 88 Millionen Euro für die Linderung der Not in dem Katastrophengebiet bereitstellen werde. Damit steigen die Hilfeleistungen der EU-Kommission für die Region auf fast 160 Millionen Euro. "Die Krise am Horn von Afrika hat ein bislang ungekanntes Ausmaß angenommen und erfordert daher Hilfe in einem noch nie erreichten Umfang", begründete Georgieva diesen Schritt.
Dürre in Ostafrika - helfen Sie mit!
Spendenkonten:
Ärzte ohne Grenzen
Stichwort: "Ernährungskrise am Horn von Afrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 97097
BLZ: 37020500
Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de
CARE
Stichwort: "Dürrekatastrophe Horn von Afrika"
Sparkasse KölnBonn
Konto 44040
BLZ 37050198
Internet: www.care.de
Unicef
Stichwort: "Nothilfe Horn von Afrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 300000
BLZ 37020500
Internet: www.unicef.de
Aktion Deutschland Hilft (Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen)
Stichwort: "Ostafrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 102030
BLZ 37020500
Internet: www.aktion-deutschland-hilft.de
Welthungerhilfe
Stichwort: "Dürre Ostafrika"
Sparkasse KölnBonn
Konto 1115
BLZ 37050198
Internet: www.welthungerhilfe.de
Quelle: dpa
contra schrieb:
am 23. Juli 2011 um 18:57:58
(0)
(0)
Afrika
Jabe selbst einige Jahre in Afrika gelebt und kann mir ein Urteil über " deutsche
Hilfssendungen " erlauben.
Als Erstes : von
dem in Deutschland gespendeten Geld kommen maximal Hilfen in Höhe von knapp 15 Prozent in Afrika an. Die " Waren " sind gebrauchte Bekleidung, die, in Pakete von 1meter mal 1 Meter gepresst werden und vor Ort an Händler verkauft werden.
Das Ganze in Regie der deutschen Katholischen Kirche. Der Dt. Pfaffe besitzt in Dt ein Millionenvermögen aus " H
mehr
Kommentar melden
husky1985 schrieb:
am 23. Juli 2011 um 18:49:39
(0)
(0)
"Hungersnot"
solange die aufständischen und die korrupten regierungen zugriff auf die spendengelder und lebensmittel haben wirde die
bevölkerung weiter verhungern.
mehr
Kommentar melden
helmut schrieb:
am 23. Juli 2011 um 18:42:11
(0)
(0)
Hungerkatastrophe
Presse Funk und Fernsehen berichten täglich auf Seite eins von Milliarden die für Griechenland ausgegeben werden ,wenn
aber täglich hunderte Kinder an Hunger sterben das wird kaum noch erwähnt.
Wir können diesen Ländern nur mit Waffenlieferungen helfen ,da gibts ja noch was zu verdienen.Unsere Budeskanzlerin macht nur Schlagzeilen mit Ihrer Europapolitik Steuergelder für Griechenland ,aber nicht für dringend benötigte Hilfe für Afrika.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr