23.09.2010, 14:21 Uhr
Der nigerianische Bergbauminister Musa Mohammed Sada hat einen sofortigen Stopp der Goldgewinnung im nordnigerianischen Bundesstaat Zamfara angeordnet. In den vergangenen Monaten waren dort mehrere hundert Kinder, die mit ihren Familien illegal nach Gold schürften, an Bleivergiftung gestorben.
Nachdem allein in den vergangenen Tagen erneut zehn Menschen starben, entschloss sich die Regierung zu einem Schürfverbot, berichtete die nigerianische Online-Zeitung "Next" am Donnerstag.
In Zamfara schürften Bergarbeiterfamilien in Minen, die von den Bergbaugesellschaften bereits aufgegeben wurden. In Nigeria wird vielfach Gold in geringen Mengen aus Bleierz gewonnen. Dafür wird das Bleierz zerstoßen und getrocknet. Der entstehende Staub enthält große Mengen an Blei.
Sada kündigte an, auch andere Minen, in denen ähnliche Gesundheitsprobleme aufgetaucht waren, sollten überprüft werden. "Wir werden alle Gebiete, in denen in Zukunft mit ähnlichen Problemen gerechnet werden muss, genau untersuchen", sagte er. Ein Problem seien Mängel in der Bergbauaufsicht.
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