01.08.2011, 11:47 Uhr
Auch aus Deutschland kommt jetzt Hilfe aus der Luft für die hungernden Menschen am Horn von Afrika: Die Hilfsorganisation humedica aus Kaufbeuren will am Samstagabend mit einem Charterflug 30 Tonnen Hilfsgüter von München nach Nairobi bringen. Von der kenianischen Hauptstadt aus sollen die Lebensmittel und Medikamente mit Lastwagen in die Flüchtlingslager in der Region Dadaab im Norden des Landes transportiert und dort in Kooperation mit einem lokalen humedica-Partner verteilt werden.
In Dadaab haben im derzeit größten Flüchtlingslager der Welt rund 400.000 Menschen überwiegend aus dem Bürgerkriegsland Somalia Zuflucht vor der Hungersnot gesucht. "Milchpulver, Medikamente, medizinischer Bedarf, wir sind sehr froh, dass wir diese Hilfsgüter nun kurzfristig auf den Weg nach Kenia bringen können", erklärte humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß. Ein zweiter Flug mit Hilfsgütern für die kenianische Bevölkerung in der nördlichen Region Turkana sei in Planung, hieß es.
Die Vereinten Nationen hatten vor wenigen Tagen eine Luftbrücke in die somalische Hauptstadt Mogadischu gestartet. Der Deutschland-Chef von Ärzte ohne Grenzen, Tankred Stöbe, betonte jedoch, dass es noch immer sehr schwierig sei, die Hilfsmittel vom Flughafen zu den betroffenen Menschen zu bringen. "Was uns besorgt, ist die Frage, wie die Hilfsgüter die Bedürftigsten in Somalia tatsächlich erreichen können. Das ist weiterhin nicht sichergestellt und das kann auch die jetzige Luftbrücke nicht leisten", sagte Stöbe dem rbb-Inforadio.
Auch das Technische Hilfswerk (THW) ist im Krisengebiet im Einsatz. Im Auftrag der Bundesregierung wurde ein fünfköpfiges Erkundungsteam nach Äthiopien entsandt. Die Experten sollen das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) bei der Bewältigung der Hungersnot beraten. Aufgabe des Erkundungsteams ist es nun, Möglichkeiten für weitere Camps und geeignete Hilfsmaßnahmen durch das THW zu identifizieren.
Unterdessen forderte der Vizepräsident der Welthungerhilfe und frühere UN-Umweltdirektor Klaus Töpfer einen UNO-Einsatz, um die Hungersnot in Somalia zu bekämpfen. "Auf dem Rücken verhungernder Menschen werden Stammesfehden ausgetragen, dazu kommt der islamische Fundamentalismus der Al-Shabaab-Miliz", schrieb er in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". "Dem darf die Weltgemeinschaft nicht länger zusehen. Wo bleibt die schnelle Einsatztruppe der UN?"
In Somalia haben sich Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und somalische Aufständische heftige Gefechte geliefert. Am Freitag konnten die AU-Truppen in der Hauptstadt Mogadischu von den Al-Shabab-Milizen Terrain erobern. Die somalische Regierung ist zuversichtlich, dass ein Sieg über die Extremisten kurz bevorsteht. Zugleich kritisierte sie die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen als zu langsam. Die Hungersnot sei schlimmer, als von den Vereinten Nationen dargestellt.
Spendenkonten:
Konto: 400 400 508
BLZ: 370 100 50, Postbank Köln
www.gemeinsam-fuer-afrika.de
Stichwort: "Ernährungskrise am Horn von Afrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 97097
BLZ: 37020500
Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de
Stichwort: "Nothilfe Horn von Afrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 300000
BLZ: 37020500
Internet: www.unicef.de
Stichwort: "Ostafrika"
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 102030
BLZ: 37020500
Internet: www.aktion-deutschland-hilft.de
Stichwort: "Dürre Ostafrika"
Sparkasse KölnBonn
Konto: 1115
BLZ: 37050198
Internet: www.welthungerhilfe.de
Quelle: dapd , dpa
Der Macher schrieb:
am 30. Juli 2011 um 18:59:39
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Schöne Hilfsorganisationen
Aber wieviel von der Spende kommt den dort an ? - Und genau aus desem Grunde gibts nicht einen €ent bevor das
geregelt ist und ich in die Buchhaltung sehen kann !!! - Ich vordere sofort für alle Hilfsorganisationen eine Offene Buchführung die jeder Vetter auf der Welt einsichten kann !!! - Und wieder habe ich in nur 0.001 Sekunden das Problem der Misswirtschaft gelöst ! - Ich der Macher zeige euch Lösungen und Beweise eure Unfähigkeit etwas Richtig zu machen zu können.
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A.B. schrieb:
am 30. Juli 2011 um 18:54:15
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Afrika-Hilfe
Wenn es darum geht, Menschen DIREKT und wirkungsvoll zu helfen, sind die internationalen Organisationen seltsam hilflos. Nach
drei Wochen ein Flugzeug! Das ist ja ganz toll. Wenn es aber darum geht, Bomben zu werfen, sind sie innerhalb von Minuten in der Luft. Noch Fragen???
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Laura D. schrieb:
am 30. Juli 2011 um 18:31:13
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Dienstweg
Die Helfer vor Ort sind diejenigen, die sich persönlich einsetzen und manchmal mit dem Leben bezahlen. Alle Achtung und Hut ab vor
solchen Menschen. Dass sie dazu Organisationen brauchen ist leider traurige Wahrheit, schmälert das Verdienst dieser Menschen an keiner Stelle. IOganisationen sind oft sehr stark aufgebauscht und haben einen riesigen Wasserkopf, der bezahlt werden will. Sie funktionieren wie Behörden. Und unser Landhat eben die meisten teuren Vorgaben.
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