16.02.2012, 07:21 Uhr
Vor dem Gebäude der Haftanstalt, in der mehr als 350 Gefangene starben, kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der Insassen und der Polizei.
Bei einem Großbrand in einem Gefängnis in Honduras sind nach Behördenangaben mindestens 358 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der für die Ermittlungen verantwortliche Richter mit. Die Polizei sprach sogar von 377 Toten. Demnach haben 475 Häftlinge die Tragödie in Comayagua überlebt.
Den Behörden zufolge war das Feuer am Dienstagabend kurz vor 23 Uhr Ortszeit in der Haftanstalt von Comayagua ausgebrochen und habe dann mehrere Trakte des Gefängniskomplexes erfasst. Die meisten der Opfer seien erstickt.
"Die Wachen haben die Tür nicht geöffnet", sagte der 69-jährige Leonidas Medina, dessen Sohn bei dem Brand ums Leben gekommen war. "Sie wären nicht gestorben, wenn nur die Türen geöffnet worden wären." In der ersten Aufregung glaubte ein Teil der Wachen offenbar zunächst an eine Gefangenenmeuterei.
Die Sicherheitsvorkehrungen hätten die Lösch- und Rettungsarbeiten verzögert, hieß es in örtlichen Medien. Strafvollzugschef Orellana versicherte, es habe keinen Aufstand gegeben. Als mögliche Ursachen nannte der Behördenchef Brandstiftung durch einen Insassen oder einen Kurzschluss.
Die Gouverneurin der Provinz Comayagua und frühere Sozialarbeiterin in dem Gefängnis, Paola Castro, sagte, kurz nach Ausbruch des Brandes habe ihr ein Gefangener telefonisch berichtet, ein anderer Häftling habe gesagt "Ich werde einen Brand legen, und wir werden alle sterben".
Beim Sturm der Angehörigen auf das Gefängnis gab es Zusammenstöße mit der Polizei, einige Menschen warfen Steine auf die Beamten. Obwohl die Sicherheitskräfte Schüsse in die Luft abgaben, stürmten etwa 300 Männer, Frauen und Kinder die Haftanstalt. Sie warfen den Gefängnisbehörden Missmanagement vor und beklagten, dass die Feuerwehr viel zu spät eingegriffen habe.
Das Gefängnis in der 58.000-Einwohner-Stadt Comayagua liegt 90 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tegucigalpa und etwa fünf Kilometer von der US-Luftwaffenbasis Palmerola entfernt.
Gefängnisse in Lateinamerika sind häufig überbelegt. Honduras verfügt über 24 Strafvollzugsanstalten mit Kapazitäten für 8000 Insassen. Tatsächlich sitzen aber mehr als 13.000 Häftlinge dort ein. Vor allem in bitterarmen mittelamerikanischen Staaten wie Honduras gibt es in den Gefängnissen Probleme mit Gewalt zwischen verfeindeten Banden und Drogenhandel.
Quelle: dpa , dapd , AFP
dd schrieb:
am 15. Februar 2012 um 20:45:46
(9)
(22)
omg
wenn selbst die gefängnisse nicht mehr sicher sind wo führt das hin ?
Kommentar melden
Herbert schrieb:
am 15. Februar 2012 um 16:52:04
(38)
(18)
Brand
Auch das sind Menschen und Gottesgeschöpfe die Gerne leben würden einige sind im Gefängniss die nich wissen warum das kommt auch in
Deutschland vor
mehr
Kommentar melden
Medeo schrieb:
am 15. Februar 2012 um 15:38:00
(37)
(8)
tote
warum dutzende? es ist doch auch in der überschrift von hunderten die rede, oder brauch ich ne stärkere brille? ^^
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de