09.01.2012, 15:43 Uhr
Holger G. am 14. November, einen Tag nach seiner Festnahme, auf dem Gelände des Bundesgerichtshofs (Quelle: dapd)
Der inhaftierte Holger G. bringt neues Licht ins Dunkel der rechten Mordserie: In einer umfassenden Aussage hat der mutmaßliche Helfer der Zwickauer Terrorgruppe NSU sich und den Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben schwer belastet. Gegenüber Ermittlern habe er unter anderem angegeben, dem Neonazi-Trio auf Anweisung Wohllebens vor rund zehn Jahren einen Reisepass und eine Pistole verschafft zu haben, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Bis Mai 2011 seien Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos noch von ihm unterstützt worden.
Kurz nach dem Abtauchen der drei im Jahr 1998 habe ihn der inzwischen ebenfalls inhaftierte Wohlleben um Geld für die Flüchtigen gebeten, worauf G. ihm 3000 D-Mark ausgehändigt haben will. Zwei bis drei Jahre später habe der NPD-Funktionär ihn dann angewiesen, einen Reisepass für Böhnhardt erstellen zu lassen. Den habe G. konspirativ auf dem Zwickauer Bahnhof übergeben, nachdem Wohlleben ihm die geheime Telefonnummer der Untergetauchten vermittelt habe.
Zudem habe G. nach eigener Aussage 2001 oder 2002 eine Waffe an die Flüchtigen ausgehändigt. Wohlleben habe ihm einen Stoffbeutel mit der Pistole in die Hand gedrückt und hinzugefügt, dass es besser sei, wenn er nicht wisse, was die drei damit vorhätten. Zschäpe habe ihn dann laut Vernehmungsprotokoll am Bahnhof abgeholt und in ein Wohnhaus gebracht, wo Böhnhardt und Mundlos warteten. Anschließend will sich G. dem "Spiegel" zufolge geweigert haben, weitere Kurierdienste für die Neonazis zu übernehmen und mit Waffen zu hantieren. Allerdings habe er auch weiterhin ziemlich regelmäßig mit ihnen telefoniert.
Im Jahr 2005 schließlich seien die drei plötzlich vor der Wohnung von G. in Hannover aufgetaucht und hätten ihn kurz darauf gebeten, einen Führerschein zu arrangieren. Die Gebühr, so hätten sie versichert, würden sie ihm erstatten.
In welchen Bundesländern sind Rechtsextreme wie organisiert? Wo sind die Hochburgen der NPD? Die Antworten gibt der Atlas des Rechtsextremismus
Dem Bericht zufolge unterstützte G. die Terrorzelle nach eigener Aussage auf deren Druck hin noch im Mai vorigen Jahres. Als er zögerte, habe ihm das Trio verdeutlicht, dass es keine Chance zum Ausstieg gebe. Nach zehn Jahren sei es zum Kneifen zu spät.
Quelle: dapd
Lustige schrieb:
am 8. Januar 2012 um 18:41:27
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Märchenstunde
was hier erzählt wird, der ARME G: hat nur unter Druck mitgemacht, jetzt wird alles an zwei OTEN festgemacht-einfach
lächerlich- wenn die Zschäpe schlau ist, macht sie auf krank und nie eine Aussage, mal sehen , was man ihr dann beweisen kann ? Hier ist so vieles absurd und skuril, die V Leute werden trotz aller Verbrechen gedeckt, ? ?Was wir hören klingt wie eine( GRUSLIGE) MÄRCHENSTUNDE. Zieht endlich alle V Leute ab, damit wir auch deren Verbrechen aufdecken,staatl.bezahlte Verbrechen !!!!!
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ricci schrieb:
am 8. Januar 2012 um 17:39:14
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holger.g.
haha, keine chance mehr zum austieg. das ich nicht lache. jetzt stellt er sich noch als opfer hin und weiß genau das die einzige
nix sagt und die anderen beiden tot sind. das weird dem auch noch abgenommen, pahh da ich nicht lache. wie dumm kann man nur sein..
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babett schrieb:
am 8. Januar 2012 um 16:23:08
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Holger.G.
Da sieht es wohl schlecht aus für die sogenannte unschuldige Zschäpe,ihre hochbezahlten Anwälte die wahrscheinlich von
Steuergeldern bezahlt werden können einpacken.
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