23.06.2007, 16:31 Uhr
Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen sollen in Zukunft härter bestraft werden. "Wir prüfen derzeit einen Antrag vom Verband deutscher Verkehrsunternehmen", bestätigte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums einen Bericht des "Westfalen-Blatts". Die Zeitung hatte geschrieben, das so genannte erhöhte Beförderungsentgelt solle bei Ersttätern von 40 auf 60 Euro steigen. Wiederholungstätern drohe ein Strafgeld von 120 Euro. Dies wollte das Ministerium weder bestätigen noch dementieren.
250 Millionen Euro Schaden
Um Wiederholungstäter zu erkennen, sollten die Daten der ertappten Schwarzfahrer bei den betroffenen Verkehrsunternehmen für zwei Jahre gespeichert werden. Der Ministeriumssprecher wies darauf hin, dass das Strafgeld für Schwarzfahrer in anderen europäischen Ländern höher sei als in Deutschland, wo es seit Jahren keine Anhebung mehr gegeben habe. Nach Angaben des Kölner Verbands deutscher Verkehrsunternehmen liegt die Schwarzfahrerquote in Deutschland zwischen zwei und drei Prozent. Der Schaden für die Verkehrsunternehmen betrage mindestens 250 Millionen Euro im Jahr.
Zeitpunkt noch unklar
Sollte das Bundesverkehrsministerium einem erhöhten Strafgeld zustimmen, liegt es im Ermessen der einzelnen deutschen Verkehrsverbünde, ob sie das erhöhte Beförderungsentgelt bis zur dann festgelegten Maximalgrenze anheben. Wegen der Absprache mit anderen Institutionen und der Prüfung rechtlicher Grundlagen sei derzeit noch unklar, wann mit einem Ergebnis zu rechnen sei, sagte der Sprecher.
Quelle: dpa
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